Regenbogenschule bei Bundeswettbewerb ausgezeichnet

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„Das magische Labyrinth“: Lehrerin Clarissa Engelhard bespricht die Anleitung für das Konzentrations- und Geschicklichkeitsspiel mit den zehnjährigen Schülern Evelyn (von links), Lisa und Paul.

Lohfelden. Die Regenbogenschule in Lohfelden gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Spielen macht Schule". Die Belohnung: Eine gratis Spielezimmer-Ausstattung mit über 100 Spielen.

Sie wurde jetzt mit dem begehrten Zertifikat der bundesweiten Initiative ausgezeichnet und erhielt als Siegerpreis eine kostenlose Spielezimmer-Ausstattung mit mehr als 100 Spielen.

Zu den von einer Fachjury mit den Kultusministerien ausgewählten Siegern gehören 200 Grundschulen aus ganz Deutschland. Sie hatten sich mit ihren Konzepten an der Ausschreibung des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) und des Frankfurter Vereins „Mehr Zeit für Kinder“ beteiligt. Der von der Spielwarenindustrie gesponserten Projekt-Initiative und den Schulen geht es darum, das Spielen sinnvoll in den Unterricht einzubinden und außerhalb der Schulstunden Möglichkeiten zum spielerischen Lernen zu bieten.

Mit der Ausstattung der Spielezimmer, die im Detail von jeder Schule selbst ausgewählt werden durfte, sollen der natürliche Spieltrieb der Kinder gefördert und wichtige Lernprozesse angeregt werden.

„Beim Spielen lernen die Kinder, ohne es zu merken.“

Vieles sei durch den Umgang mit Computern und den übermäßigen TV-Konsum abhanden gekommen. „Beim Spielen lernen die Kinder, ohne es zu merken.“ Sie sollen aber auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden, um besser mit Frust oder Konkurrenz umgehen zu können, sagte Fachlehrerin Clarissa Engelhard.

Die Pädagogin hatte das Konzept der Regenbogenschule als treibende Kraft an der Seite von Schulleiterin Ilse Eckhardt entwickelt und mit ausgearbeitet.

Das Spielezimmer in einem ehemaligen Leseraum im Anbau zum historischen Schulgebäude ist zweigeteilt: Es gibt einen Bereich für Lern- und Brettspiele und separaten Platz für Playmobil, Lego und Technikspiele. Bei zahlreichen Brettspielen liegen die Schwerpunkte in der Konzentration und Geschicklichkeit oder in der Steigerung der Teamfähigkeit. Bei Deutsch- und Sachkundespielen geht es beispielsweise um die Merkmale von Tieren.

„Natürlich steht für uns immer die Förderung der Lesekompetenz im Hintergrund“, sagte Clarissa Engelhard.

Ausweitung geplant 

Alle vierten Klassen kommen jetzt dreimal wöchentlich während des Unterrichts in das Spielezimmer. „Im Wechsel bleibt die Hälfte der Schüler in der Klasse. Im Februar soll das Angebot auf den dritten Jahrgang ausgeweitet werden“, sagte Ilse Eckhard. Die Schulleiterin unterstrich gegenüber unserer Zeitung, wie wichtig das neue Angebot besonders für Schüler mit Migrationshintergrund sei, da diese Kulturkreise häuslichen Spielen wenig Bedeutung beimessen.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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