Wiese wird eingezäunt

Rennen und Toben innerhalb des Zauns: Lohfelden plant Hundewiese

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Die bisherige Hundeauslauffläche endet direkt am Spielplatz: Damit die Hunde besser in Schach gehalten werden können, soll es jetzt einen zusätzlichen, umzäunten Bereich geben.

Lohfelden. Die Grüne Mitte in Lohfelden zwischen den Ortsteilen Crumbach und Vollmarshausen ist ein kleines Paradies.

Kinder können hier spielen, Senioren spazierengehen und Hunde über die Wiesen rennen – zumindest an der Leine.

Denn in Lohfelden herrscht seit drei Jahren Anleinpflicht. Um Hunden innerorts dennoch Raum zum Toben und Spielen zu geben, soll jetzt eine Fläche eingezäunt werden. Laut Bürgermeister Uwe Jäger (SPD) soll dafür die Wiese genutzt werden, die zwischen der jetzigen Auslauffläche und den Richterhallen liegt. Dreiviertel seien bereits eingezäunt, so Jäger. Die Firma Schmidtsche Schack (Arvor GmbH) aus Kassel, der das Gelände gehört, habe die Fläche bereits für einen Euro Pacht im Monat zugesagt. Der Lückenschluss des Zauns würde etwa 30 000 Euro kosten. In Absprache mit den Hundebesitzern seien außerdem Sitzbänke geplant. Über die Umsetzung müssen jetzt die Gemeindevertreter entscheiden.

Eine Bürgerin, die sich seit Jahren für eine umzäunte Fläche einsetzt, ist Sylvia Sinzig. Mit ihren Hunden ist die Lohfeldenerin regelmäßig in der Grünen Mitte unterwegs. Ihre Beobachtung: Viele Menschen lassen ihre Hunde trotz der Anleinpflicht auf dem kompletten Gebiet der Grünen Mitte ohne Leine laufen. Das sei nicht nur ein ordnungswidriges Verhalten, sondern würde auch schlechte Stimmung verbreiten unter denen, die ohne Hunde spazieren gehen – nicht zuletzt bei den Eltern von Kleinkindern. Auch durchqueren viele Kinder die Grüne Mitte auf dem Schulweg.

Ziel: Konflikte vermeiden

Die Einzäunung der Hundefläche sei eine gute Möglichkeit, um Konflikte zu vermeiden, sagt der Bürgermeister. In der Vergangenheit habe es die immer dann gegeben, wenn die Interessen von Hundehaltern und beispielsweise Joggern und Radfahrern kollidierten. „Hunde können keine Schilder lesen, sie wissen nicht, wo ihre Fläche endet“, sagt Jäger.

Ohne Leine dürfen Hunde bislang nur auf der ausgewiesenen und mit grünen Schildern markierten Fläche laufen. Der Bereich mit Wiese, Büschen und einem gerade mal 16 Zentimeter breiten Gehweg geht direkt über in den Bereich mit dem Spielplatz und grenzt an die stark befahrene Crumbacher Straße an. „Ich lasse Paul und Lönne hier nicht frei laufen“, sagt Sinzig – zu groß sei die Gefahr, dass sie im Jagdfieber auf Kaninchen in den Büschen verschwinden und schließlich auf der Straße landen.

Die umzäunte Auslauffläche würde sich ihrer Meinung nach vor allem für diejenigen Hundehalter anbieten, die keine weiten Strecken fahren können, um ihrem Hund die Bewegung zu ermöglichen, die er braucht: ältere Menschen. „Wenn ich meinen Hunden Auslauf geben will, fahre ich ins Feld oder in den Wald. Das kann aber nicht jeder“, so Sinzig. 

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