Wohnung durchsucht

Schleuserbande: 22-jähriger Afghane aus Lohfelden im Verdacht

Kassel/Lohfelden. Ein 22-jähriger Afghane aus Lohfelden steht im Verdacht, einer deutsch-afghanischen Schleuserbande anzugehören. Seine Wohnung in Lohfelden wurde am Donnerstag von der Bundespolizei durchsucht.

Zeitgleich fanden Durchsuchungen in Berlin, Hamburg, Frankfurt/Main und Langgöns statt. Dabei wurden in Berlin und Hamburg drei Männer im Alter von 49, 40 und 39 Jahren festgenommen. Zudem beschlagnahmten die Ermittler in den Wohnungen gefälschte Pässe und andere Identitätsdokument, gefälschte und gestohlene Aufenthaltsdokumente und weiteres Beweismaterial.

Der Schleuserbande wird gewerbsmäßige Einschleusung von Ausländern sowie der Handel mit Pässen und Aufenthaltsgenehmigungen vorgeworfen. Die Tätergruppe soll nach Angaben der Bundespolizei mindestens zehn afghanische Staatsangehörige nach Deutschland geschleust haben. Darunter auch eine vierköpfige Familie, die für 100 000 Euro mit dänischen Reisedokumenten von Afghanistan über Indien nach Deutschland gebracht worden sein soll.

Festgenommen wurden am Donnerstag ein 49-jähriger Afghane aus Frankfurt sowie zwei 39 und 40 Jahre alte deutsche Staatsangehörige mit afghanischen Wurzeln aus Langgöns und Hamburg. Neben dem Afghanen aus Lohfelden wird zudem ein 39 Jahre alter Serbe aus Hamburg der Beihilfe beschuldigt. Die Bundespolizeiinspektion am Flughafen Frankfurt/Main ermittelt seit Juni 2013 gegen die Schleuserbande. (rud)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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