Abgeschleppt

Schrottauto auf A7 ist weg: Nach 79 Tagen abgeholt

Nach mehr als zweieinhalb Monaten endlich abgeschleppt: Der Opel Corsa war nach einem Unfall im Juni in der Baustelle abgestellt worden. Sein Besitzer hat sich seither nicht um die Entsorgung gekümmert. Jetzt sorgte Hessen Mobil dafür, dass der Wagen entfernt wurde. Foto: Schachtschneider

Lohfelden/Kassel. Der schrottreife Opel Corsa, der seit 79 Tagen am Rand der Autobahn 7 bei Lohfelden stand, ist endlich aus der Baustelle entfernt worden. Hessen Mobil - das Straßenmanagement des Landes - beauftragte am Donnerstag einen Entsorgungsfachbetrieb damit, den Wagen aus der Baustelle abzuschleppen und zu verschrotten.

Gegen 18.20 Uhr am Abend wurde das Auto auf einen Abschleppwagen gehoben und abtransportiert. Jetzt haben die Bauarbeiter wieder freie Bahn.

Zuvor hatte die HNA darüber berichtet, dass es unklar sei, wer für die Entsorgung des Wagens zuständig ist. Der Besitzer des Wagens - ein 18-jähriger Georgier aus dem Raum Leipzig - hatte in der Nacht zum 26. Juni mit dem Pkw einen Unfall in dem für Bauarbeiten gesperrten Teil der Nordfahrbahn gehabt.

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Die Polizei hatte dem jungen Mann erlaubt, den Wagen in der Baustelle abzustellen - allerdings mit der Auflage, ihn schnellstmöglich zu entfernen. Doch der Besitzer ignorierte alle behördlichen Aufforderungen, den Wagen fortzuschaffen. Auch eine letzte Frist hatte er verstreichen lassen. Die Last der Entsorgung lag damit nun entweder bei der Polizei, der Gemeinde Lohfelden oder Hessen Mobil.

Polizeisprecherin Sabine Knöll hatte auf HNA-Anfrage gesagt, dass der Vorgang zur Prüfung bei Hessen Mobil liege. Dort hieß es, es seien nur noch ein paar rechtliche Details offen. Es werde aber bald eine Klärung der Zuständigkeit geben.

Bereits einen Tag später teilte Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil, dann mit, der Wagen werde im Laufe des Donnerstags abgeschleppt und verschrottet. Die Straßenplaner würden versuchen, das Geld für die entstehenden Kosten beim Besitzer einzutreiben. Ob das gelinge, darüber könne er nur spekulieren. „Wenn nicht, dann zahlt das der Steuerzahler“, so Sinemus. Zur Höhe der Kosten konnte der Hessen-Mobil-Sprecher keine Angaben machen.

Von Nicole Schippers

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