Lohfeldener Schüler bauen Betten für Flüchtlinge 

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Jugendliche packten mit an: Schüler der Klasse 10 c der Söhre-Schule in Lohfelden trugen fertig montierte Stockbetten in den Wohnbereich der neuen Unterkunft für Flüchtlinge im früheren Hornbach-Gartenmarkt. Auf dem Bild sind zu sehen Vanessa Zimmermann (von links), Moritz Rost, Jan Martins und Nick Grebe.

Lohfelden. Nicht nur THW, Feuerwehren und DLRG packen bei der Einrichtung der Flüchtlings-Unterkunft bei Hornbach in Lohfelden mit an, sondern auch Kinder der Söhre-Schule.

Der Zeitplan für die Umrüstung des früheren Hornbach-Gartenmarktes als Erstaufnahme-Unterkunft für Flüchtlinge ist eng: Weil die ersten Bewohner schon in Kürze erwartet werden und Handwerkerleistungen in vielen Bereichen als Mangelware gelten, sind bis zu 100 freiwillige Hilfskräfte, unter anderem vom Technischen Hilfswerk (THW), den Freiwilligen Feuerwehren und der DLRG, sowie zahlreiche weitere Helfer und Organisatoren im Dauereinsatz vor Ort.

Am gestrigen Freitag packten auch Zehntklässler der Söhre-Schule insbesondere bei der Aufstellung der Stockbetten kräftig mit an.

„Die Schülerinnen und Schüler haben vor ein paar Tagen schon einige Arbeiten im Außenbereich erledigt“, sagte Lehrer Jochen Buchler. Für den zweiten Einsatz habe man einen geplanten Kinobesuch fallen lassen.

Schüler helfen bei Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft in Lohfelden

Das THW hatte in der künftigen Erstaufnahme-Einrichtung bereits gute Arbeit geleistet und sämtliche Stellwände für die gegliederten Wohnareale der Flüchtlinge aufgestellt. Jetzt konzentrierte sich die Arbeit der ehrenamtlichen Hilfskräfte auf den Zusammenbau der Stockbetten, die von den 15- bis 17-jährigen Söhre-Schülern nach und nach aus der Montagehalle in die beiden Wohn-Hallen getragen wurden.

„Das geht ganz schön in den Rücken“, sagte Alexander Schölch (16) nach dem fünften langen Weg. Mitschüler waren für die Montage der Betten-Grundgestelle eingeteilt oder warteten auf die Anlieferung von „Hausnummern“, die sie an den Eingängen zu den Wohnarealen anschrauben sollten.

Man müsse Menschen, die aus Kriegs- oder Krisengebieten nach Deutschland geflüchtet seien, helfen, sagte Söhre-Schülerin Karolin Weiss (15). „Es ist deshalb schön, dass wir uns den Helfern der Rettungsdienste anschließen dürfen.“

Außer den vielen THW-Mitarbeitern aus Kassel, Wolfhagen und Eschwege, die in Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben auch Container zu Sanitäreinrichtungen umrüsten, waren am Freitag Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Fuldabrück, Söhrewald und Lohfelden in der Erstaufnahme-Unterkunft im Montageeinsatz. Genauso wie vier junge Männer aus Syrien und Albanien, die in der Familienunterkunft für Flüchtlinge in der Marbachshöhe leben und mit der ehrenamtlichen Betreuerin Jacqueline Herbold (19) in Lohfelden mithalfen.

Der vom Regierungspräsidium eingesetzte Leiter der Erstaufnahme-Unterkunft, Oberst a. D. Werner Patzki (67), der auch die Söhre-Schüler vor ihrem Einsatz willkommen hieß, und der haustechnische Organisator Kai Knierim vom Hessischen Immobilienmanagement freuten sich über die vielfältige Hilfe.

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