Slalom am Lohfeldener Rüssel: Im Grenzbereich um die Pylonen

Höchste Fahrzeugbeherrschung: Lars Koch mit einem BMW 318 während des ADAC-Herkules-Slaloms des KMCK am Lohfeldener Rüssel.

Lohfelden. Quietschende Reifen, heulende Motoren und schnelle Autos, die durch Pylonen-Gassen flitzen: Mit vier Wettbewerben eröffnete der Kurhessische Motorsportclub Kassel im ADAC (KMCK) auf dem SVG-Autohof „Lohfeldener Rüssel" die diesjährige Slalom-Saison.

Wo normalerweise große Lkw abgestellt werden, loteten am Wochenende mehr als 100 Teilnehmer die Grenzbereiche der auf Leistung getrimmten Fahrzeuge und ihr fahrerisches Können aus. Die Motorsportler kamen größtenteils aus Kassel und der Region. Der „Kurhessen-Slalom 2000“ des KMCK wurde unter anderem für die Slalom-Meisterschaften des ADAC Hessen-Thüringen gewertet. Neu war der „Youngster-Cup“ für Nachwuchsfahrer im Alter von 15 bis 28 Jahren.

„Beim Slalom ist höchste Fahrzeugbeherrschung erforderlich“, sagte uns Lothar Brobach während eines Rennens. Der KMCK-Vorsitzende brachte die Motorsportveranstaltung mit seinem Stellvertreter Jörg Gebhardt, rund 50 Clubmitgliedern und Helfern bei guten äußeren Bedingungen ohne größere Probleme über die Bühne. Nur einmal gab es eine Schrecksekunde, als das Zeltdach für die Siegerehrungen bei einem kräftigen Windstoß abhob und unmittelbar hinter den Zuschauern auf geparkte Autos stürzte.

Lärmbeschwerden von Anwohnern habe es nicht gegeben, sagte der Clubvorsitzende. Das bestätigte die Polizei der HNA am Sonntagmittag.

Kurhessischer Motorsport-Club Kassel veranstaltete Automobilslalom

Am Nachwuchswettbewerb nahmen dreißig Fahrer teil. Alle jungen Piloten gingen mit einem vom Veranstalter gestellten Renault Clio ins Rennen. Unter ihnen auch „Einsteiger“ im Alter von 15 bis 18 Jahren, die nur Kart-Rennen bestritten hatten.

Natürlich gebe ihm das Rennen einen gewissen Kick. „Aber genauso wichtig ist mir, Leute zu treffen, mit denen ich mich austauschen kann“, sagte uns Dieter Fabisch (Kassel, 22), der den 1000-Meter-Parcours in Bestzeit fehlerfrei bewältigte und in seiner Altersklasse siegte. Edgar Kanstein (Hessisch Lichtenau) hob die gute Organisation durch den KMCK und die Nachwuchsförderung hervor: „Ohne junge Motorsportler hätten unsere Clubs keine Zukunft“, sagte der Referent für Automobilsport im ADAC Hessen-Thüringen während der zweitägigen Veranstaltung.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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