Auf der Zielgeraden wird gepflastert

Straßensanierung und Kanalbau in Vollmarshausen hat 1,8 Millionen Euro gekostet

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Letzte Etappe beim Tiefbau: An der Einmündung des Steinwegs auf die Vogesenstraße wurde gestern der Straßenunterbau erneuert. 

Lohfelden. Die seit mehr als 13 Monaten andauernden Kanal- und Straßenbauarbeiten auf der Sudetenstraße und dem Steinweg in Lohfelden sind auf der Zielgeraden.

An der Einmündung des Steinwegs auf die Vogesenstraße in Lohfelden ist die Fahrbahn abgeschnitten. Ein großer Bagger verteilt Schotter für den Straßenunterbau. Ein Bauarbeiter hilft dem Briefträger, seine Karre von der Fahrbahnkante auf das Schotterbett zu hieven. Wenige Meter weiter hat der Briefträger keine Probleme mehr: Hier ist schon alles neu. Kein Zweifel: Die seit mehr als 13 Monaten andauernden Kanal- und Straßenbauarbeiten auf der Sudetenstraße und dem Steinweg sind auf der Zielgeraden. Überwiegend sind nur noch die Pflasterer am Werk. Planmäßig soll das Projekt Ende November abgeschlossen werden. 

Sämtliche Wasserleitungen und Abwasserkanäle, die noch aus den 1950er-Jahren stammten, sind erneuert worden. Auch die Anlieger mussten ihre Hausanschlüsse mittels Kamera befahren und auf Schäden kontrollieren lassen. Etliche von ihnen haben sie auf eigene Kosten erneuert. Zugleich hat die Gemeinde Fahrbahnen und Bürgersteige des in die Jahre gekommenen Baugebiets saniert und an vielen Stellen mehr Platz für Fußgänger geschaffen. Auf dem breiten Fußweg am Steinweg kann man jetzt bequem einen Zwillingskinderwagen schieben. Dafür ist die Straße etwas schmaler geworden. Geh- und Sehbehinderte können sich an Leitsystemen und Gehwegabsenkungen orientieren. Die neuen Straßenlaternen mit energiesparender LED-Technik wirken formschön und unaufdringlich. 

Keine Zuschüsse

Das schöne neue Ambiente hat allerdings auch seinen Preis. Laut Bauamtsleiter Rolf Schweitzer gab es für das 1,8 Millionen teure Bauprojekt keine Zuschüsse. Wohl aber einen zinsgünstigen Kredit im Rahmen des Förderprogramms zur sogenannten Eigenkontrollverordnung. Diese verpflichtet Kommunen wie Grundstückbesitzer, ihr Leitungssystem zu sanieren. Während die Anlieger nach der Satzung der Gemeinde Lohfelden für die Kosten der Verlegung der öffentlichen Ver- und Entsorgungsleitungen nichts bezahlen müssen, sind sie bei der Erneuerung der Straße mit 50 Prozent dabei. 

Bernd Kirchner, Anwohner des Steinwegs, rechnet mit 10 000 Euro, zuzüglich des neuen Hausanschlusses. Die Familie nutzt die Gelegenheit, die Fläche vor ihrem Haus dem neuen Ambiente anzupassen: Sie verlegt in Eigenleistung buntes Pflaster. Mit dem Verlauf der Bauarbeiten ist Bernd Kirchner zufrieden. „Die Arbeiter der Baufirma Franke sind klasse“, sagt er. Diese seien sehr hilfsbereit. 

Beitragsbescheide unterm Weihnachtsbaum müssen die Anlieger nicht befürchten. Es könne bis zu einem Jahr dauern, bis die Abrechnungen zugesandt würden, sagt Schweitzer. Es sei absehbar, dass die tatsächlichen Kosten nicht gravierend von den geplanten abweichen werden.

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