30.000 Euro für Kinderkrebshilfe in Kassel gesammelt

Tausende Besucher kamen zur Truck-Show an den Lohfeldener Rüssel

+
Fahrer-Latein zwischen Zugmaschinen: Karsten Jansen , Ricardo Schmidt, René Stecher, Detlef Döll und André Locke (von links) gönnten sich in der Pause ein Bierchen.

Lohfelden. Sie ließen sich von den eisigen Temperaturen und der teils nervigen Parkplatzsuche nicht abschrecken: Tausende Besucher kamen am Wochenende zur vierten Truck-Show an den Lohfeldener Rüssel.

Die Stellplätze an der Raststätte waren dem Ansturm kaum gewachsen. Doch die Schaulustigen wurden durch das beeindruckende Bild von 380 dicht an dicht stehenden, häufig aufwendig verzierten „Brummis“ und ein unterhaltsames Programm – unter anderem mit Tombola und Versteigerung – entschädigt.

Einnahmen und Spenden der Mammut-Show, die von zahlreichen Firmen und Einzelpersonen organisiert wird, kommen erneut dem Verein für krebskranke Kinder zugute. Vergangenes Jahr waren es mehr als 17.000 Euro. Einige Fernfahrer hatten sich zusätzliche Aktionen ausgedacht, um selbst Spenden zu sammeln. Und am Ende seien laut Gordon Güde, Speditionsinhaber, Fahrschullehrer und einer der Organisatoren, knapp 30.000 Euro an Spenden für die Kinderkrebshilfe in Kassel zusammen gekommen. Für Güde ein „Hammer-Rekord“.

Von oben alles im Blick: Marlon-Leandro Steinmetz (12) aus Mühlhausen und Joshua Kepke (5) durften hinter dem Steuer von Dirk Spenglers Zugmaschine probesitzen.

Die Berufskraftfahrer aus dem ganzen Bundesgebiet tun mit der Show nicht nur etwas für das Image und einen guten Zweck. Sie nutzen die drei Tage auch, um mit Kollegen zu feiern und zu reden. „Sonst kann man sich ja nur mal im Vorbeifahren zuwinken oder mal zehn Sekunden über CB-Funk begrüßen“, sagte André Löcke, der am Samstagnachmittag zwischen der Phalanx von riesigen Brummis mit einigen Kollegen Pause machte. Sie ärgern sich beispielsweise über Autofahrer, die noch überholen und einscheren, obwohl sie wegen einer Baustelle sogleich voll abbremsen müssen.

Fernfahrer-Romantik findet man nur in Romanen. Einige Brummi-Fahrer erzählen, wie rücksichtslos und verständnislos sich manche Autofahrer verhalten. „Lkw-Fahrer sind immer die Sündenböcke“, bestätigt Michaela Graph, die mit ihrem Freund Dirk Spengler aus dem schleswig-holsteinischen Neumünster und seinem betagten, aber wie neu lackiert wirkenden Lkw häufig auf Tour ist.

Im Führerhaus findet man doch noch ein Stück Romantik: Es ist voll ausgepolstert und mit Troddeln und witzigen Figuren plüschig eingerichtet.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.