Kooperation mit der Baunataler Hütt-Brauerei

Vollmarshausen hat ab Freitag sein eigenes Bier „Baddschen Gold“

+
Haben zusammen monatelang getüftelt und getestet, bis die Rezeptur für das Bier „Baddschen Gold“ feststand (von links): Bernd Kaiser (Projektbeauftragter für Marketing und Kommunikation), Sascha Nicolai (Braumeister bei Hütt) und Udo Ewald (Vorsitzender des Dorffestausschusses).

Lohfelden. Ab Freitag gibt es das „Baddschen Gold“ zu kaufen. Das Bier wurde extra für das anstehende Jubiläum - nächstes Jahr feiert der Lohfeldener Ortsteil Vollmarshausen seinen 1000. Geburtstag - gebraut.

Die Vollmarshäuser haben schon bald ihr eigenes Bier: Ab Freitag (4. Mai) – pünktlich zum 999. Geburtstag des Lohfeldener Ortsteils – gibt es das „Baddschen Gold“ erstmalig zu trinken. Die Idee dazu hatte Udo Ewald, Vorsitzender des Dorffestausschusses, vor zwei Jahren bei einer Pilgerwanderung. „Dort gab es ein eigenes Pilgerbier. Da dachte ich: Das brauchen wir auch“, erinnert sich der 58-Jährige.

Zunächst wurde überlegt, das Bier in Eigenregie zu brauen: mit Wasser aus Lohfelden und eigens angebauter Gerste. Doch schnell wurde klar, dass dieses ambitionierte Vorhaben nicht umsetzbar ist. Seit Juli vergangenen Jahres läuft die Zusammenarbeit mit der Baunataler Hütt-Brauerei für das exklusiv gebraute „Baddschen Gold“. Neben Braumeister Sascha Nicolai stand auch Walter Gilfert den Lohfeldenern zur fachlichen Beratung beiseite. Im Oktober gab es eine Probeverkostung mit fünf Bieren. Schnell fand sich eine klare Mehrheit.

Bier mit Karamellnote

„Letztlich ist es ein süffiges Märzenbier mit einer fruchtigen Hopfenherbe, malzorientiertem Charakter und dezenter Karamellnote geworden. Erfrischend, vollmundig, naturbetont“, erläutert Braumeister Sascha Nicolai, der etwa fünf Monate lang am Rezept getüftelt hat.

Wurde extra für das Jubiläum des Lohfeldener Ortsteils Vollmarshausen gebraut: Das „Baddschen Gold“ wird ab dem 4. Mai in der Gaststätte Jukeboxx ausgeschenkt.

Bislang wurden 4000 0,33-Liter-Flaschen als Startmenge abgefüllt, bei entsprechender Nachfrage könnten weitere folgen. „Wir wollten ein exklusives Produkt für die Vollmarshäuser schaffen. Daher auch die Kleinserie“, sagt Hütt-Mitarbeiter Walter Gilfert. Die Herstellerkosten liegen im Selbstkostenpreis, „Gewinn machen wir damit nicht“, so Gilfert. Auf diese Art und Weise unterstütze die Baunataler Brauerei Vereine in der Region.

„Mit einer großen Industriebrauerei wäre das Baddschen Gold aufgrund der kleinen Menge gar nicht zustande gekommen“, ist sich Bernd Kaiser sicher. Der 58-Jährige leitet eine ortsansässige Marketing-Agentur und wurde von der Gemeinde Lohfelden mit der Werbung für das anstehende Jubiläumsjahr beauftragt.

Der Name des Bieres „Baddschen Gold“ geht zurück auf die Vollmarshäuser selbst: Sie werden im Volksmund Baddschen – übersetzt: Pantoffel oder Hausschuhe – genannt. Ein Pantoffel-Symbol ist auch auf dem Flaschenetikett verewigt, das Bernd Kaiser entworfen hat.

Etwa zehn Personen haben am Bier-Projekt mitgearbeitet, darunter vier Damen. „Wir wollten ein schmackhaftes Getränk für alle schaffen: für alt und jung, für Mann und Frau“, erklärt Ewald.

Bierfassanstich am Freitag

Seine Premiere feiert das „Baddschen Gold“ am Freitag, 4. Mai, in der Gaststätte Jukeboxx (Brunnenstr. 13): Ab 18 Uhr sorgt die Formation „Gebläse aus Wellerode“ für Live-Musik, um 19 Uhr folgt der Fassanstich durch Bürgermeister Uwe Jäger. Anschließend gibt es Musik von der Band „300 Wasser“ und DJ Patrick. Bei der Premierenparty sind auch erste „Baddschen Gold“-Souvenirs wie Gläser, Schürzen, Mützen und Shirts erhältlich. Zudem wird eine XXL-Bierkiste sowie ein Bollerwagen im „Baddschen Gold“-Design präsentiert.

Ab Freitag, 4. Mai, gibt es das Bier auch im Edeka-Markt Reihert in Lohfelden (Hauptstraße 43) in Kisten mit 24 Flaschen für 14,99 Euro zu kaufen. Zudem wird das Bier während der zahlreichen Veranstaltungen zum 1000-jährigen Bestehen des Ortsteils Vollmarshausen im nächsten Jahr angeboten.

Hintergrund: Knapp 1500 Brauereien in Deutschland 

Im vergangenen Jahr stellten in Deutschland 1492 Brauereien rund 85 Millionen Hektoliter Bier (ohne alkoholfreies Bier) her. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren 642 Brauereien (43 Prozent) in Bayern ansässig, wo auch mit rund 24 Millionen Hektolitern im Ländervergleich das meiste Bier gebraut wurde. Auf Platz zwei folgt Baden-Württemberg (204 Brauereien), danach kommt Nordrhein-Westfalen (140 Brauereien). 

Besonders dynamisch entwickeln sich die kleinsten Braustätten mit unter 1000 Hektolitern Jahreserzeugung. Sie stellten im Jahr 2017 mit 824 Brauereien bereits über die Hälfte aller Braustätten in Deutschland. 

www.vollmarshausen1000.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.