Verkehrssicherheit an Baustellen bei Kassel

Aus der Gegenrichtung zum Unfallort: Ab Herbst Notöffnungen auf A7 für Einsatzkräfte?

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Notöffnung ab Herbst? Die Lärmschutzbaustelle auf der Autobahn könnte nachgerüstet werden.

Lohfelden/Kassel. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst können möglicherweise ab Herbst dieses Jahres Unfallstellen innerhalb der Lärmschutzbaustelle auf der A7 auch aus der Gegenrichtung anfahren.

Es werde derzeit eine Nachrüstung mit Notöffnungssystemen geprüft, sagte Horst Sinemus, Sprecher der Straßenbaubehörde Hessen Mobil, am Donnerstag auf HNA-Anfrage. Im Herbst 2017 sei eine Anpassung der Verkehrsführung zwischen Kassel-Ost und Kassel-Mitte vorgesehen. In diesem Zusammenhang könnte eine Nachrüstung mit sogenannten flexiblen Leitplanken erfolgen.

Die generelle Nachrüstung einer laufenden Baustelle sei dagegen „aufwendig und kostenintensiv und außerdem mit umfangreichen Eingriffen in den Verkehr verbunden“, sagte Sinemus.

Einzelfälle werden geprüft

Deshalb werde jeweils im Einzelfall geprüft, ob bei Änderungen der Verkehrsführung innerhalb von Baustellen Umrüstungen vorgenommen werden könnten. Grundsätzlich, so Sinemus, würden neue Baustellen ab einer Länge von drei Kilometern seit 2015 mit Notöffnungssystemen ausgestattet. Dies wird auch bei zwei neuen Baustellen auf der A7 zwischen Guxhagen und Melsungen der Fall sein.

Wie berichtet, hatte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) im Landtag zugesagt, die Einrichtung von Notöffnungen an der A7-Baustelle zu prüfen. Hintergrund ist die Tatsache, dass wegen zu schmaler Fahrstreifen im Bereich der seit 2014 bestehenden Baustelle bei Unfällen keine Rettungsgasse gebildet werden kann.

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