Zwischen Kunst und Kultur

Schachmuseum in Ochshausen eröffnet

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Großer Bahnhof fürs neue Schachmuseum: Bernd Besser (links) erzählte den Besuchern, darunter dem Chef der Schachabteilung der FSK Lohfelden, Joachim Kaiser (rechts im schwarzen Jackett), wie er seine Schachspielsammlung aufgebaut hat.

Lohfelden. Langbezopfte chinesische Mandarine aus Gips, breit lächelnde Matrjoschkas, puppenartige Figuren zum Ineinanderstecken aus Russland, maskenhaft wirkende Bronzefiguren aus Nigeria und eine fröhliche Familie Feuerstein: Die Vielfalt der Figuren von Schachbrettern ist fast so groß wie die Zahl der möglichen Zugkombinationen.

Seit dem Wochenende können Schachfreunde wohl Tausende von ihnen aus aller Welt in der Alten Schule Ochshausen (Ochshäuser Landstraße 20) bewundern.

Die Lohfeldener Verein Kulturfitüre und Bürgermeister Michael Reuter eröffneten in festlichem Rahmen das Schachmuseum Lohfelden, eine beeindruckende Sammlung von kunsthandwerklich geschnitzten oder gegossenen Schachfiguren in zwei Dutzend Glasvitrinen. Zugleich waren Gemälde, Skulpturen und Installationen von Bernd Besser (Kulturfitüre) zum Thema „Schachwelten“ zu sehen.

Der Lohfeldener hat alle Facetten des königlichen Spiels zwischen Kunst und Kultur zusammengetragen. Die historischen Schachspiele stammen auch aus seiner Sammlung. Wie viele es seien, wisse er selbst nicht, sagte Besser während der Eröffnung.

Besser, der mit seiner Kunst schon Schacholympiaden aufgewertet hat, habe sich mit dem Museum „einen Traum“ erfüllt, sagte seine Vereinskollegin Gaby Pech-Juhlke.

Bilderstrecke: Fotos von der Eröffnung

Eröffnung des Schachmuseums in Lohfelden

Die Idee eines Schachmuseums wurde vor fünf Jahren geboren. Doch es bedurfte des Engagements vieler Freiwilliger, der Unterstützung der Gemeinde Lohfelden, der FSK Lohfelden und einer Reihe von Sponsoren – allen voran die Kasseler Sparkasse und die Raiffeisenbank –, um das Projekt zu realisieren.

Schach begeistert nicht nur Profis wie den Großmeister Vlastimil Hort, der sich das Museum neben 60 weiteren Gästen als Ehrengast anschaute und dort mit Figuren vertreten ist, die er als Zwölfjähriger schnitzte. Sogar der Bundesligatrainer Felix Magath schwärme dafür, weil es auch ein Mannschaftssport sei, sagte Bürgermeister Reuter. Magath habe schon mal gegen ihn gespielt, berichtete Großmeister Hort. „Die Partie ist ihm aber nicht gelungen“, fügte er lachend hinzu. Das Schachmuseum ist im Übungsraum der Schachabteilung der FSK beheimatet. Eine Besichtigung ist nach telefonischer Absprache möglich. Bald solle es aber einen festen Öffnungstag geben, sagte Mitinitiator Kalle Kuhn. (pdi)

Weitere Informationen und Anmeldung: Schachmuseum Lohfelden, Alte Schule, Ochshäuser Landstraße 20, Kalle Kuhn, Tel. 0561/516931.

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