Brücken wiesen Weg zum Erfolg

Lohfeldener Ingenieurbüro EHS setzt auf Expansion: Mittlerweile 100 Mitarbeiter

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Hochmoselbrücke: Die Lohfeldener Ingenieurfirma EHS rüstete die 150 Meter hohen Pfeiler mit speziellen Schwingungsdämpfern aus.

Lohfelden. Brücken sind für Ingenieure ein lohnendes und spannendes Arbeitsfeld. Es werden nicht nur neue gebaut, wie beispielsweise momentan die Hochmoselbrücke in Rheinland-Pfalz. Die in die Jahre gekommenen Bauwerke, vor allem über Deutschlands Autobahnen, müssen ständig überwacht, viele müssen saniert werden. Auf beiden Feldern ist das Lohfeldener Ingenieurbüro EHS bundesweit gut im Geschäft.

Die Pfeiler der Hochmoselbrücke haben seine Mitarbeiter während des Baus mit speziellen Schwingungsdämpfern ausgerüstet, die verhindern sollen, dass die 150 hohen Pfeiler bei Sturm ins Wanken geraten.

Die Tragwerksplanung und statische Berechnung von Brücken haben dem 1964 in Kassel gegründeten Unternehmen – als Zusammenschluss von drei Ingenieuren eines Münchner und eines Kasseler Ingenieurbüros – schon in den ersten Jahrzehnten einen großen Anschub für die Erfolgsgeschichte gegeben, die EHS bis heute schreibt.

Die zunächst am ersten Firmensitz in Kassel tätigen Ingenieure entwarfen unter anderem 1977 die Fulda-Brücke im Zuge der Südtangente (A49) und planten eine Reihe von Brücken entlang der ICE-Schnellbahntrasse Hannover-Würzburg.

Nach dem Fall der Mauer 1990 war die Expertise der Ingenieure, die 1989 nach Lohfelden umzogen, auch in den neuen Bundesländern sehr gefragt: Viele marode Brücken mussten dort erneuert, neue Straßen und Autobahnen gebaut werden. EHS übernahm dabei häufig nicht nur die Tragwerksplanung, Bauphysik und die Statik, sondern auch die Überwachung und Aufsicht während der Bauphase. Die jüngst fertiggestellte Stralsund-Brücke, die Rügen mit dem Festland verbindet, ist das aktuellste Vorzeigeprojekt von EHS im Osten Deutschlands.

Vorzeigeprojekt in Baunatal: Die Lohfeldener Ingenieure EHS haben die Statik der - hier im Bau befindlichen - Tragekonstruktion des 1979 eröffneten Parkstadions in Altenbauna berechnet.

Neben den Brücken trägt aber auch eine Vielzahl anderer Bauwerke in der Kasseler Region die Handschrift der Lohfeldener Ingenieure: Das Baunataler Parkstadion, die Hessische Landesfeuerwehrfachschule, das Philipp-Scheidemann-Haus in Kassel oder auch das kühn konstruierte Portal des SMA-Servicezentrums am Sandershäuser Berg sind nur einige aus einer Vielzahl von Projekten.

Der wachsende Erfolg von EHS schlägt sich auch in Zahlen nieder. Während das Unternehmen in der Anfangszeit mit fünf Beschäftigten auskam, sind inzwischen in der Zentrale in Lohfelden und den Niederlassungen insgesamt 100 Mitarbeiter und zwei Auszubildende tätig.

Das selbst gesetzte Umsatzziel von acht Millionen Euro werde dieses Jahr sicher erreicht, wahrscheinlich sogar etwas übertroffen, sagt Mitgeschäftsführer Dr. Hans-Heinrich Osteroth. Schon im Jahr 2000 war es für das wachsende Unternehmen am alten Rathaus Lohfelden zu eng geworden. Damals kauften die Ingenieure die alte Feuerwache Crumbach hinzu und bauten den Komplex um. Nur der alte Schlauchturm blieb, wie er ist: Dort können die Mitarbeiter duschen und sich umziehen.

Jubiläumsfeier am Freitag, 12. September, 16 Uhr, im EHS-Ingenieurbüro, Am Alten Rathaus 5, in Lohfelden mit Mitarbeitern und geladenen Gästen. Die Unternehmenschronik wird vorgestellt.

 

Hintergrund:

EHS hat sechs Niederlassungen EHS 

ist vor allem im Hoch- und Industriebau tätig und versucht ständig, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Mit dem Erfolg des Unternehmens hat EHS nach und nach sechs Niederlassungen gegründet, die erste 1990 in Erfurt. Außerdem sind die Lohfeldener Ingenieure in Schwerin, Magdeburg, Stuttgart, Braunschweig und - seit 2010 - auch in Berlin mit Dependancen vertreten. (pdi)

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