Hang an Uferstraße zwischen Sandershausen und Spiekershausen wird gesichert

Lose Steine werden entfernt

Gefahr von Steinschlag: Arbeiter befreien zurzeit den Steilhang über der Uferstraße entlang der Fulda zwischen Sandershausen und Spiekershausen von losem Geröll. Foto: Kessler

Niestetal / Staufenberg. Einen großen, roten Felsbrocken mitten auf der Fahrbahn sah Lydia Weber, als sie am Montagabend die Straße von Sandershausen nach Spiekershausen entlangfuhr.

„Ich habe schon oft Steine auf der Strecke gefunden und sowohl bei der Gemeinde Niestetal als auch bei der Polizei Bescheid gesagt, aber bisher hat sich nichts getan“, berichtet die 68-jährige Geschäftsführerin eines Kasseler Versicherungsbüros der HNA. „Der Sandstein ist porös und bricht bei Regen immer wieder aus“, erklärt sie. „Da müsste eine Mauer hin, wie bei Hann. Münden, die den Hang stützt“, schlägt Weber vor. Sie wirft den zuständigen Behörden Untätigkeit vor.

Doch die haben nun reagiert. „Seit Montag werden an der Kreisstraße 1 lose Steinbrocken von dem Hang geräumt, damit sie nicht auf die Fahrbahn geraten und den Verkehr gefährden“, erklärt Horst Sinemus, Pressesprecher der Straßenbehörde Hessen Mobil. „Es hat in der Vergangenheit kleinere Abbrüche gegeben. Wir räumen den Hang vorbeugend, da im Herbst und Winter Verwitterungsschäden am Gestein auftreten können. So wollen wir eine konkrete Verkehrsgefährdung verhindern.“ Einen besonderen Anlass für die Maßnahme gebe es nicht.

Noch bis einschließlich Freitag, 26. Oktober, räumt eine Fachfirma den Hang entlang der Fulda von losem Geröll. „Die Straße ist in dieser Zeit halbseitig gesperrt, der Verkehr wird mit einer Ampel geregelt“, sagt Sinemus. Gearbeitet wird in wandernden Abschnitten von 150 Metern Länge. Insgesamt ist die Strecke 800 Meter lang, vom Ortsausgang Sandershausen bis zur Grenze des Landkreises. Die ist gleichzeitig die Landesgrenze zwischen Hessen und Niedersachsen, damit endet dort der Zuständigkeitsbereich von Hessen Mobil. „Der Auftrag für die Räumung des Hanges kam vom Landkreis Kassel“, sagt Sinemus.

„Der Landkreis hat die Beräumung in Auftrag gegeben“, bestätigt Kreispressesprecher Harald Kühlborn. „Es gab einen Ortstermin von Mitarbeitern des Landkreises, der Straßenmeisterei und Hessen Mobil, bei dem die Gefahr festgestellt wurde.“ Problematisch sei der Sandstein an dem Hang, da er schon durch Regen oder Tiere zum Bröckeln gebracht werden könne. Der Landkreis gibt 37 000 Euro für die Arbeiten aus.

Auf niedersächsischem Gebiet wird die K1 zur Kreisstraße 214. Dort ist der Landkreis Göttingen zuständig. „Vom Ortsausgang von Spiekershausen bis zur Kreisgrenze sind uns keine Probleme mit Geröll bekannt“, teilt Marcel Riethig, Sprecher des Kreises Göttingen mit. Die Strecke werde regelmäßig von der Straßenmeisterei überprüft, Maßnahmen seien nicht geplant.

Von Patrick Kessler

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