– Am Freitag Jubiläumskonzert im Bürgerhaus

Lust am Singen: 150 Jahre Chorgemeinschaft Lohfelden

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Historische Aufnahme: Die Chorgemeinschaft Ochshausen erinnert mit diesem Bild an das Sommerfest des Arbeiter-Gesangvereins an Pfingsten 1910.

Lohfelden. Exakt 150 Jahre nach ihrer Gründung als Gesangverein Ochshausen im Jahre 1862 feiert die Chorgemeinschaft Lohfelden am Freitag, 2. November, im Bürgerhaus Geburtstag.

Im Mittelpunkt der öffentlichen Veranstaltung (Beginn 19.30 Uhr) steht ein Jubiläumskonzert, das der gastgebende Chor gemeinsam mit dem Orchester Lohfelden gestaltet. Die Festansprache hält Bernd Hirdes. Bürgermeister Michael Reuter (SPD) übernimmt die Moderation des Abends. Der Eintritt ist frei.

„Singen und Freude bringen vereint uns“, sagte der Chorvorsitzende, Heinz-Dieter Wirth (75) der HNA. Musikalischer Leiter ist seit neun Jahren Mykola Avramchuk. Das Repertoire der 30 aktiven Sängerinnen und Sänger reicht vom Hessenlied über den „Freiheitschor“ aus der Oper Nabucco bis zu Songs aus weltberühmten Musicals. Die Chorabende finden jeden Donnerstag ab 19.45 Uhr in der Alten Schule, Ochshäuser Dorfstraße 20, statt.

Zu den Aktivitäten der Chorgemeinschaft gehören die Adventskonzerte in der Ochshäuser Dorfkirche, Auftritte bei wichtigen Festen und Anlässen in Lohfelden und Umgebung sowie gemeinsame Reisen.

Arbeiter-Gesangverein

Der Chor hat die gesellschaftlichen und politischen Realitäten in seiner langen Geschichte überdauert. 1890 wurde der Vereinsname in „Arbeiter-Gesangverein“ geändert. Nach der Auflösung durch die Nationalsozialisten nach der Machtübernahme und den vorübergehenden Anschluss an den zweiten Gesangverein im Ort billigten die Mitglieder 1935 eine neue Satzung als „Männergesangverein 1862 Ochshausen“.

Seit 1945 wird der Chor als Sparte der FSK Lohfelden geführt. 1977 erfolgte schließlich die Umbenennung der inzwischen gemischten Sängerschar in „Chorgemeinschaft Lohfelden“.

Der Chor habe schon früher bei Wertungssingen und Bundesgartenschau-Auftritten beachtliche Erfolge erzielt, berichtete der Vorsitzende. Heinz-Dieter Wirth erinnertdabei an das jahrzehntelange Wirken von Chorleitern wie August Mainzer, Heinrich Marth und Karl-Heinz Steinmetz. Zu den größeren Erfolgen gehörten 1976 ein Auftritt im dritten Fernsehprogramm und im Jahr danach die Verleihung der Zelter-Plakette durch den Bundespräsidenten.

Besonders geprägt worden ist die Chorgemeinschaft durch ihren Vorsitzenden und späteren Ehrenvorsitzenden Manfred König, der von 1980 bis 2004 an der Spitze stand.

„Jetzt versuchen wir, den hohen Anforderungen von Mykola Avramchuk gerecht zu werden, der uns hoffentlich als Chorleiter lange erhalten bleibt“, sagt der Vorsitzende. Außer Heinz-Dieter Wirth übernehmen die stellvertretenden Vorsitzenden Hermann George und Karl Hansmann einen großen Teil der Verantwortung in der aus 63 Mitgliedern bestehenden Chorgemeinschaft.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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