Hoof: Evangelische Frauenarbeit organisierte einen Abend voller Geschmack

Die Macht des Duftes

Himmlische und irdische Düfte genießen: Susanne Kentop (vorn von links), Gisela Böth, Ute Leck und Elke Mette ließen sich mit 14 weiteren Teilnehmerinnen in die Welt der Düfte entführen. Foto:  Grigoriadou

Schauenburg. Es duftet nach Zitrone, Vanille und einem Hauch von Bergamotte. Susanne Kentop versprüht angenehme Frühlingsdüfte im evangelischen Gemeindehaus in Hoof.

20 Frauen aus dem Landkreis Kassel besuchten den von Maria, Eva & Co liebevoll vorbereiteten Abend, der unter dem Motto: „Taste it! Geschmack von Himmel und Erde“ lief. Maria, Eva & Co ist eine Gruppe, die zur Frauenarbeit im evangelischen Kirchenkreis Kaufungen gehört.

„Schmecke, rieche, berühre. Alle drei Möglichkeiten stecken in dem Wort taste“, sagt Ute Leck, die zum Organisationsteam zählt. „Vom ersten Atemzug an riechen wir.“

Und genau dieses Unbewusste rückte in den Vordergrund. „Erinnert euch zurück an eure Kindheit. Welche Düfte steigen euch in die Nase?“, fragte Ute Leck und ließ die Frauen eine kurze Reise in vergangene Tage machen. „Scheuermilch, Putzmittel, Omas Plätzchen“, erinnern sich die Frauen.

Gerüche aus Kindertagen

Ein etwas unangenehmer Duft steigt Inge Heinze aus Baunatal sofort in die Nase: „Ich war als Kind immer unheimlich gern im Ziegenstall“, erzählt sie. „Jedes Mal, wenn ich bei einer Spazierfahrt diesen Geruch rieche, erinnere ich mich an unseren Ziegenstall in Niederzwehren.“

Nase als Ort des Zorns

Auch im Alten Testament spielen Düfte eine große Rolle. „Räucheropfer wurden als Verbindung zwischen Himmel und Erde gesehen“, sagt Gisela Böth. „In manchen Kulturen heißt es, dass die Nase der Ort des Zorns ist.“

Auch der erste Kontakt zwischen Gott und dem Menschen ging über die Nase. „Gott gab uns ja den Lebensatem“, stellt Gisela Böth fest.

Eingeladen war auch Referentin Susanne Kentop, die ätherische Öle mitbrachte und selbst hergestellte Raum- und Körperdüfte vorstellte.

„Was wir gern machen, entscheidet allein der Duft“, sagt Susanne Kentop. „Mit 100 Prozent ätherischen Ölen können auch leckere Erfrischungen hergestellt werden. Ein Tropfen Grapefruit auf einen Liter Mineralwasser ist sehr lecker.“

Im Anschluss wurden die Geschmacksnerven angeregt. Bei einer cremigen Tomatensuppe mit Bärlauch und einer herzhaften Gulasch-Gemüsesuppe ließen es sich die Damen schmecken.

Von Anthoula Grigoriadou

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