Brüder-Grimm-Schule begrüßt neue Erstklässler: Mädchen in Minderzahl

Neugierig und stolz: Martin (von links) Lukas-Jeronimo, Erik, Justin, Oktay, Anna-Laura, Isabell, Jana und ihre Klassenkameraden sind jetzt Schulkinder und wollen bei ihrer Klassenlehrerin Sabine Keller viel lernen. Foto: Junker

Baunatal. „Wir lernen jetzt auch hier!“ Justin ruft das fröhlich anderen, größeren Kindern auf dem Schulhof der Brüder-Grimm-Schule in Rengershausen zu, obwohl er mit Ranzen und Schultüte kaum vorankommt.

Der kleine, blonde Junge ist eines von 27 Kindern, die am Dienstag zum ersten Mal den Weg in ihr Klassenzimmer gehen – sowie überall in Hessen. Viele von ihnen können schon ein wenig schreiben und lesen, zumindest die Tafel mit dem eigenen Namen suchten die meisten allein heraus.

„Wir sind sehr froh, dass wir in diesem Jahr wenigstens 27 Kinder einschulen können“, sagt Grundschullehrerin Sabine Keller, auch für die Pressearbeit zuständig.

Das seien zwar weniger Neulinge als sonst, aber man könne so wenigstens zwei Klassen bilden. Bis zu einer Schülerzahl von 25 hätten alle Kinder in eine Klasse gemusst. Erstaunlich sei auch die Tatsache, dass in diesem Rengeshäuser Jahrgang nur fünf Mädchen eingeschult werden.

„Ich komme ganz gern in diese Schule, denn hier sind alle sehr freundlich zu mir, besonders die Lehrer“, erzählt Niklas, der mit seiner Kindergartengruppe vor einigen Woche zu Besuch war. Daher kenne er auch Frau Keller – und die findet er ganz besonders nett. Sabine Keller selbst ist Klassenlehrerin der A-Klasse, zu deren 14 Erstklässlern auch Niklas und Justin gehören.

Während der Einschulungsfeier sehen alle gemeinsam mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und Paten das Märchen „Prinzessin auf der Erbse“ an, das die Schüler der vierten Klassen für sie einstudiert haben.

Während sich die Gäste danach in die Cafeteria begeben, rennen die Kinder erst einmal in ihren Klassenraum in der zweiten Etage, suchen schnell einen Platz. An deren Verteilung – Mädchen auf der einen, Jungs auf der anderen Seite – scheint kein Zweifel zu bestehen. Da sind sich die Kinder jedenfalls einig.

Von Constanze Junker

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