Frühjahrsputz: Die Mitarbeiter des Bauhofes haben alle Hände voll zu tun

Mähen, pflastern, reinigen

Stein für Stein: Friedhelm Krug (von links), Ramon Ringsleben und Arno Kloppmann legen die Umrandung für ein neues Rasengrabfeld auf dem Friedhof in Martinhagen. Fotos: Kothe

Schauenburg. Es gleicht dem Zusammensetzen eines Mosaiks, was Arno Kloppmann, Friedhelm Krug und Ramon Ringsleben auf dem Friedhof Martinhagen machen: Der Rasen ist aufgewühlt, Erde aufgehäuft, Pflastersteine stapeln sich. Dazwischen stehen und hocken die Mitarbeiter des Schauenburger Bauhofes und reihen mithilfe von Werkzeugen die Steine ordentlich aneinander und säubern die fertigen Flächen vom Schmutz.

„Hier entsteht ein Rasengrabfeld, auf dem ab Sommer Bestattungen stattfinden“, sagt Raimund Scholibo, Leiter des Bauhofes. Im Frühling haben die Mitarbeiter des Bauhofes jedoch noch andere Aufgaben zu bewältigen. „In den kommenden Tagen beginnen wir, auf den Friedhöfen Rasen zu mähen“, berichtet Friedhelm Krug. Er und seine Kollegen sind täglich mit den Rasenmähern für den Gemeinde-Frühjahrsputz im Einsatz. Sport- und Spielplätze, die Außenanlagen der Kindergärten und andere Grünanlagen müssen erstmals gemäht werden. „Auf den Sportplätzen waren wir bereits Anfang April“, sagt Scholibo. Nun geht es meist im einwöchigen Rhythmus weiter. Pro Woche mähen die Mitarbeiter etwa 25 Hektar.

Mäher 3,50 Meter breit

Die Gerätschaften dafür sind riesig und haben mit einem normalen Rasenmäher nichts gemein. Zwei von ihnen, so genannte Spindelmäher, haben eine Schnittbreite von 3,50 Metern, wiegen 2300 Kilogramm, haben 60 PS und tuckern mit rund 20 Stundenkilometern übers Grün. „Sie werden zum Beispiel auf Sportplätzen eingesetzt“, berichtet Scholibo. Die übrigen Mäher sind kleiner – sie wiegen nur 55 Kilogramm und verfügen über 6,5 PS. Allerdings werden sie nicht ohne Frühjahrscheck auf die Strecke gebracht.

Während die Rasenmäher in der Werkstatt kürzlich für den Sommer fit gemacht wurden, stand auch die Abrüstung der Winterdienstfahrzeuge auf dem Plan. Das heißt, Streuer entleeren und reinigen, Schäden erfassen und Ersatzteile bestellen. „Wann wir beginnen, hängt vom Wetter ab“, sagt Werkstattmitarbeiter Kai Lichtensteiger.

In diesem Jahr wurde der letzte Winterdienst am 20. Februar gefahren. Seitdem waren nur noch ein kleines und ein großes Fahrzeug einsatzbereit. „Wir haben keine reinen Winterfahrzeuge, sondern Zugfahrzeuge, mit denen auch andere Arbeiten verrichtet werden.“ Das funktioniert recht einfach: Wo sonst die große Schneeschaufel sitzt, können Holzhacker oder Astscheren angehängt werden. „Mit denen beschneiden wir zwischen Oktober und Februar Bäume und Büsche“, erklärt Scholibo. Im Frühling, wenn Vögel brüten, sei das verboten.

Zwischen letztem Winterdienst und erstem Rasenmähen wird noch vieles anderes erledigt: die rund 1700 Regeneinläufe der Gemeinde reinigen, die 15 Spielplätze inspizieren und in Ordnung bringen oder wild abgelegte Winterreifen einsammeln und entsorgen. „Das können schon mal 50 Stück pro Saison sein“, sagt Scholibo.

In den nächsten Tagen wird damit begonnen, die Beete zu pflegen, Erde aufzulockern und Pflanzen zu düngen; auch die Besenrunde an den Bushaltestellen wird fortgesetzt, bei der vor allem die großen Glasscheiben geputzt werden.

Von Helga Kristina Kothe

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