Kunst und Kultur in Schauenburg dank des Fördervereins eine feste Größe – Kooperationen helfen

Märchenwache sucht Sponsoren

Mit Empore: Die Märchenwache öffnet jeden Sonntag von 15 bis 18 Uhr und bietet Raum für zahlreiche Veranstaltungen.

Schauenburg. Dass Gerhard Nentwich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand der Schauenburger Märchenwache ausgeschieden ist, stimmt die Mitglieder des Fördervereins traurig. Voraussichtlich Ende März wird der Vorstand neu gewählt und dabei auch ein Nachfolger für den Schriftführer und Sprecher des Vereins gesucht.

Kunst und Kultur fördern

Christian Abendroth, der Erste Vorsitzende des Fördervereins Schauenburger Märchenwache, gründete zunächst einen Förderkreis und dann den Verein, um die Kunst und Kultur zu fördern und das ehemalige Feuerwehrhaus in Breitenbach wieder mit Leben zu füllen. Der Künstler Albert (Ali) Schindehütte regte an, die Wache den Märchenzuträgern der Brüder Grimm, Marie Hassenpflug und Johann Friedrich Krause (einem Dragonerwachtmeister), zu widmen und übernahm die künstlerische Gestaltung. „Das Gebäude gehört der Gemeinde und das Inventar dem Förderverein“, berichtet Christian Abendroth.

20 000 Euro hat der Verein, der derzeit 172 Mitglieder hat, im letzten Jahr aufgewendet: für Druckkosten, Gagen und die Einrichtung. Die Künstlergagen betragen zwischen 400 und 1000 Euro pro Person, 18 Veranstaltungen, von der Lesung bis zum Konzert, fanden 2014 statt. „Im Durchschnitt kamen 50 Personen, bis zu 85 Gäste haben in der Märchenwache Platz“, erläutert Christian Abendroth, der von seiner Frau Anita Guzman-Abendroth unterstützt wird. Zweiter Vorsitzender des Fördervereins ist Hans-Joachim Mayer, Ingrid Mentzel engagiert sich als Kassenwartin. „Hanka Bernard übernimmt die Planung unseres Programms“, berichtet Christian Abendroth.

Bei den Veranstaltungen gibt es Kooperationen, beispielsweise mit dem Kultursommer Nordhessen und der Volkshochschule (Vhs) Region Kassel. Dr. Klaus-Peter Lorenz, der in den Programmbereichen Kultur und Gesellschaft der Vhs tätig ist, arbeitet bereits seit Jahren mit der Märchenwache zusammen.

Bei der Kooperation mit der Volkshochschule übernimmt diese zwei Drittel der Gagen der Autoren, Referenten und Musiker. Das restliche Drittel muss der Verein aus den Jahresbeiträgen (36 Euro pro Person und 48 Euro pro Ehepaar) und Spenden aufbringen. „Leider sind die Großspenden stark zurückgegangen“, bedauert Christian Abendroth.

Für Besucher und Teilnehmer von Stadtrundfahrten wird auf Wunsch von einem Team von sechs bis acht Mitgliedern auch eine Kaffeetafel in der Märchenwache in Breitenbach gedeckt. Die Vereinsmitglieder veranstalten auch Aktionen im Bergpark Wilhelmshöhe und an der Sababurg, bei denen Drucke von Holzschnitten entstehen.

Von Bettina Wienecke

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