Volkskundliche Sammlung zeigt die restaurierte Platte eines Grabmales von 1914

Mahnmal aus Glas im Museum

Stumpf geworden und zerbrochen: So lag die Grabplatte im November noch da. Foto: Niede/ nh

Vellmar. Zu seinem neuesten Exponat kam das Heimatmuseum in Obervellmar im Rahmen der Restaurierung der Kriegsgräberstätte des Niedervellmarer Friedhofs. Vier Grabsteine aus dem Ersten Weltkrieg hat der Steinmetz- und Steinbildhauermeister Holger Maschke aus Fuldatal-Ihringshausen mit seinen Mitarbeitern dort aufgearbeitet, zwei Grabsteine hat das Team aufgrund ihres schlechten Zustandes aus Granit neu angefertigt und mit Beschriftungstafeln versehen.

Eine der beiden zerbrochenen Originaltafeln konnte darüber hinaus wiederherstellt werden. Die stumpf gewordenen Glasscherben wurden zusammengesetzt, ein fehlendes Stück ersetzt und der Glasplatte auch wieder zu Hochglanz verholfen. „Unser Geschäftsgeheimnis“, sagt Manfred Maschke, der den Betrieb Mitte der 1960er-Jahre gründete, dazu. „Wir haben die Platte mit Epoxidharz geklebt und sie poliert“, verrät sein Sohn Holger, der das Unternehmen inzwischen seit zwölf Jahren führt, dann doch.

Originalanlage erhalten

„Es lag uns stets daran, möglichst viel von der Originalanlage im Friedhof zu erhalten“, ergänzt Uwe Niede, Planer im Bauamt der Stadt Vellmar. Daher freue es ihn, dass die restaurierte Inschrift nun ergänzend ausgestellt werden könne. Im Treppenaufgang des Heimatmuseums im Hof Helse in Obervellmar ist sie künftig zu sehen. Dort befindet sich bereits ein eisernes Grabkreuz und ein Marmorgrabstein. „Die Schrift wurde in die Glasplatte geätzt und dann mit einem Pinsel mit weißer Lackfarbe ausgelegt. Das Foto wurde hingegen auf Porzellan gebrannt“, berichtet der Museumsleiter Karl-Heinz Gauler über sein neues Exponat.

Die Volkskundliche Sammlung des Geschichtskreises Vellmar im Hof Helse, Alte Hauptstraße 22, Obervellmar, ist jeden zweiten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Kontakt: Karl-Heinz Gauler, Tel. 0561/ 82 39 85.

Von Bettina Wienecke

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