SPD mahnt Umbau von Kreuzung in Großenritte an

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Kreuzung Niedensteiner Straße (vorn) und Besser Straße (hinten) in Großenritte: Die SPD fordert wegen hohen Verkehrsaufkommens eine Erweiterung bzw. Entschärfung der Kreuzung. Foto: Dilling

Baunatal. Die Kreuzung Niedensteiner / Besser Straße in Großenritte an einem frühen Freitagabend: Es herrscht lebhafter Verkehr, obwohl der Berufsverkehr längst durch ist.

Der Fahrer eines Pkw mit Anhänger aus Richtung Niedenstein hat Mühe, in die enge Einmündung der Besser Straße zu manövrieren. Lkw hätten es noch wesentlich schwerer, sagt Reiner Heine.

Der SPD-Fraktionschef im Baunataler Stadtparlament erneuert die schon Ende März von seiner Partei gegen die Stimmen der CDU beschlossene Forderung an den Magistrat, ein Konzept für einen Umbau der Niedensteiner Straße vom Bereich "Unter den Linden" bis zur Besser Straße zu erarbeiten. Dieses komme im Herbst, sagt Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) auf Anfrage der HNA. Das Land habe signalisiert, dass dieser Abschnitt nächstes Jahr ganz oben auf der Förderliste stehe.

Hintergrund des Problems: Der Weiterbau der Ortsumgehung Großenritte, die bisher nur bis zum Besser Kreuz reicht, steht in den Sternen. Anwohner von Besser und Niedensteiner Straße klagen weiterhin über starken Verkehr. Die Entlastung durch die Teilumgehung hält sich in überschaubaren Grenzen.

Dann sollen wenigstens die Niedensteiner Straße und die Kreuzung Besser Straße sicherer werden, meint die SPD. Insbesondere der Bereich am ehemaligen Textilhaus Siebert sei zu "einem Schandfleck im Stadtteil geworden". Auf beiden Seiten sei der Bürgersteig so schmal, dass es sehr gefährlich sei, diesen zu benutzen. Die Stadt müsse, notfalls durch den Ankauf von Grundstücken, für mehr Platz auf Straße und Kreuzung sorgen. Die Grünen fordern unter anderem Querungshilfen, Tempokontrollen und regen eine abknickende Vorfahrt an der Kreuzung an. Sie soll für mehr Sicherheit sorgen.

Auch die CDU ist der Ansicht, dass eine Sanierung und ein Umbau der Niedensteiner Straße sinnvoll ist. Die Straße sei marode, die Engstelle für Fußgänger müsse beseitigt werden, sagt ihr Stadtverbandschef Andreas Mock. Seine Partei lehne aber den Ausbau der Kreuzung Besser Straße / Niedensteiner Straße ab. "Dadurch würde noch mehr Verkehr hingezogen", erklärt Mock.

Die Stadt wollte eigentlich schon dieses Jahr mit der weiteren Sanierung der Niedensteiner Straße beginnen. Doch das Land hat laut Bürgermeister Manfred Schaub erst vor gut drei Wochen definitiv mitgeteilt, dass es dieses Jahr keine Fördermittel dafür gibt. So bietet sich die Chance, im Hinblick auf die für nächstes Jahr in Aussicht gestellte Förderung ein ganz neues "Planungspaket" zu schnüren. Die Anwohner würden in diesem Sommer in die Planung für das gesamte Umfeld der Kreuzung einbezogen und nach ihren Wünschen gefragt, kündigte Schaub an. "Wir wollen das nicht am grünen Tisch machen", sagte er.

Von Peter Dilling

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