Kirchbaunaer Kirmesburschen verkaufen Namenstafeln und helfen damit Kindern

Maibaum als Geldquelle

Spektakel in Kirchbauna: Die Kirmesburschen hievten den Maibaum, der wieder guten Zwecken dient, in seine endgültige Stellung. Besucher feuerten sie an. Foto: Junker

Baunatal. „Hurra, er steht!“ Thomas Käse, Pressesprecher der 21 Kirchbaunaer Kirmesburschen, reckt am Sonntagnachmittag das Mikro hoch in die Luft, denn der Maibaum stand ruck, zuck aufrecht an seinem Platz Am Lindenstein. Nun wird er einmal im Vierteljahr um 180 Grad gedreht, damit die Sponsorennamen auf den Täfelchen allseits sichtbar sind.

30 Tafeln trägt der Kirchbaunaer Maibaum, für ein Jahr werden beide Seiten jedes Schildes für je 15 Euro verkauft. Das Geld geben die Kirmesburschen Familien mit Kindern, die Hilfe brauchen.

Schwerstbehinderter Junge

Auch in diesem Jahr unterstützten sie damit eine Familie in Dörnhagen, deren Sohn nach einem Unfall schwerstbehindert ist und eine Vollpflege benötigt. Seine Familie musste ihr ganzes Leben umstellen, die Wohnung aufwendig umgebaut werden. „Darum haben wir uns entschlossen, dieser Familie auch in diesem Jahr mit dem Geld aus der Maibaumaktion zu helfen“, berichtet Thomas Käse.

Die Tradition des Maibaumaufstellens entstand in Kirchbauna 1994. Thomas Käse erzählt: „Wir haben am 1. Mai in der Nachbarschaft zusammengesessen, sind auf die Idee gekommen, einen Maibaum aufzustellen und pflanzten eine kleine Linde.“

Zwei Jahre später kamen die Nachbarn auf die Idee, einen richtigen Maibaum zu konstruieren und bei einem Fest aufzustellen. Weil viele von ihnen auch Kirmesburschen sind, entwickelte sich im Verein eine schöne Tradition - seither wird hier in jedem Jahr am 1. Mai rund um den Maibaum gefeiert, mit Musik, Maibaumspielen, Speis und Trank.

Auch in diesem Jahr schien halb Kirchbauna auf den Beinen zu sein, mit Kind und Kegel waren die Menschen bei wunderschönem Sommerwetter zu der kleinen Festmeile gezogen, um den 1. Mai angemessen zu feiern.

Von Constanze Junker

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