Streit um Temperaturen in kreiseigenen Sporthallen – Grüne beantragen im Kreistag: Mehr heizen

Manchem Sportler ist es in den Hallen zu frisch

+
Hoch hinaus: Viel Bewegung - wie hier in der Sporthalle der Ahnatalschule - macht Sinn, wenn in der kalten Jahreszeit in den Hallen des Landkreises Sport getrieben wird. 

Kreis Kassel. Große Bedenken hatte ein Unparteiischer Ende vergangenen Jahres, ein Volleyballturnier in der Sporthalle der Vellmarer Ahnatalschule  anzupfeifen. Der Grund: In der großen  Halle war es nach Meinung vieler Beteiligten lausekalt.

Der Satz von der kältesten Sporthalle Nordhessens machte nach HNA-Informationen bei manchem Schiedsrichter die Runde. Das war nicht unbedingt die Schuld des Veranstalters. Denn eine Dienstanweisung des Landkreises an seine Hausmeister schreibt genau vor, wie warm oder kalt es in den diversen kreiseigenen Gebäuden sein darf. Und darin steht für den Vereinssport in Sporthallen der Wert von 15 Grad.

Schulsport bei 17 Grad

Die Grünen stellten jetzt daher für die Kreistagssitzung am 16. Februar den Antrag, der Kreis möge bei der Nutzung seiner Hallen ein „neues Konzept mit gleichberechtigten Bedingungen“ erarbeiten. Denn im Gegensatz zum Vereinssport werden die Hallen beim Schulsport auf 17 Grad erwärmt.

Bei Bedarf halten die Grünen auch eine Nebenkostenpauschale bei Fremdnutzung für möglich. Denn zurzeit zahlen die Vereine an den Kreis keinen Cent.

Einen eigentlichen Beschluss, wie intensiv die 53 Hallen des Landkreises und damit auch die der Ahnatalschule geheizt werden sollen, gibt es nach Auskunft von Kreispressesprecher Harald Kühlborn nicht. Wohl aber die schon angesprochene interne Dienstanweisung an die Hausmeister von 1998 - inklusive einer Anlage, wie mit dem Regler für die Heizungen umzugehen sei. Grundlage dafür sind laut Kühlborn die Werte des „Arbeitskreises Maschinen- und Elektrotechnik in staatlichen und kommunalen Verwaltungen“ (AMEV), deren Inhalt die Kreisverwaltung übernommen hat.

Lehrerzimmer wärmer

Darin sind die Temperaturen fürs Heizen genau geregelt. Büros und Lehrerzimmer sind mit 20 Grad mollig warm kalkuliert, für Treppen, Flure und Toiletten wird es zwischen 10 und 15 Grad etwas frischer. Für Schulsport in der Halle sind dort 17 Grad und für Vereinssport eben nur die 15 Grad vorgesehen - weil Vereinssport „in der Regel bewegungsintensiv“ sei, vermutet Kühlborn.

Aber gerade wenn ein Turnier mit vielen Teams gespielt wird, die zwischen ihren Spielen oft längere Wartezeiten haben, kann es schon mal etwas kühler werden. Offizielle Beschwerden über zu kalte Sporthallen habe es bei der Kreisverwaltung nach Auskunft des Pressesprechers bislang jedoch nicht gegeben. (swe)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der HNA

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.