SPD-Bezirksvorsitzender aus Baunatal: Kein Kommentar zu Spekulationen um Koalitionen und Posten

Manfred Schaub holte Lob in Berlin ab

Zufrieden mit Ergebnis: SPD-Bezirksvorsitzender Manfred Schaub.

Baunatal / Schauenburg. Manfred Schaub ist zufrieden: „Die SPD ist die stärkste Kraft in Nordhessen“, sagt der Bezirksvorsitzende und Baunataler Bürgermeister.

Die Partei habe sich aus dem Tief herausgearbeitet und liege dabei über dem Landesdurchschnitt. Nur die knappe Niederlage von Ullrich Meßmer als Direktkandidat in Waldeck (Bundestagswahlkreis 167) sei „extrem ärgerlich“.

Es ist Montagmorgen, Schaub befindet sich in der SPD-Parteizentrale in Berlin. Im Willy-Brandt-Haus holt sich der Baunataler ein Lob vom Führungstrio Steinbrück /Gabriel / Steinmeyer für das gute nordhessische Ergebnis ab, berichtet Schaub stolz. Fast ganz Nordhessen ist ein roter Teppich, hier liegen die Sozialdemokraten vorn.

Als Mitglied des SPD-Parteivorstands und stellvertretender Landesvorsitzender ist Schaub mit Thorsten Schäfer-Gümbel in der Nacht von Wiesbaden nach Berlin geflogen. Am Montagmittag geht es mit dem Flieger wieder zurück.

Wird der 55-jährige Baunataler auch bei der Regierungsbildung in Hessen eine tragende Rolle spielen? Schließlich war er von „TSG“ Schäfer-Gümbel „mindestens als Regierungspräsident“ ins Gespräch gebracht worden. In einer Regierung Ypsilanti hätte Schaub 2008 den Innenminister geben sollen. Und auch als Staatssekretär in Berlin, etwa im Bereich Sport, wurde der nordhessische Bezirksvorsitzende schon gehandelt.

Zu all diesen Spekulationen will sich Schaub jetzt aber nicht äußern. „Kein Kommentar“, sagt er knapp. Auch zur Regierungsbeteiligung und möglichen Koalitionen der SPD lässt sich Schaub nichts entlocken.

Die Regierungsbildung in Hessen sei angesichts des Wahlergebnisses schwierig. Aber: „Wir lassen uns nicht drängen“, sagt der Nordhessenchef der Sozialdemokraten. „Wir haben alle Zeit der Welt.“ Schließlich sei die jetzige Regierung noch bis Januar 2014 im Amt. Rein rechnerisch ist neben einer großen Koalition für die SPD auch Rot-Rot-Grün und die Ampel (Rot-Gelb-Grün) möglich. Seine Präferenzen? „Kein Kommentar.“

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