Autofahrer rastete aus

Mit gestohlenem Auto geblitzt: Mann ging mit Axt auf Radarfalle los

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Ein 45-Jähriger ging mit einer Axt auf eine Radarfalle los

Kaufungen. Spektakuläre Festnahme auf der Bundesstraße 7 bei Oberkaufungen: Polizisten haben am Mittwoch gegen 10.30 Uhr einen 45-jährigen Mann aus dem thüringischen Mühlhausen festgenommen, als er mit einer Axt eine Radaranlage, einen so genannten Starenkasten, bearbeitete.

Die Anlage wurde dabei beschädigt. Wie Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch mitteilte, entdeckten die Polizisten die Tat im Vorbeifahren. Sie hielten an und machten den Täter dingfest. Noch am Vormittag wurde er vernommen. Es wurde entschieden, dass er die Nacht zum Donnerstag in Polizeigewahrsam verbringen muss. Am Donnerstag fällt die Entscheidung, ob er in Untersuchungshaft kommt.

Aktualisiert um 14:05 Uhr

Laut Jungnitsch war der Mann zuvor mit seinem Wagen vermutlich geblitzt worden und wollte nun die Beweisfotos vernichten. Denn die Ermittlungen ergaben, dass das Auto in der Nacht zum Mittwoch im Unstrut-Hainich-Kreis gestohlen worden war. Der Täter befürchtete offenbar, mithilfe der Fotos als Dieb überführt zu werden.

Außerdem wäre dann ans Tageslicht gekommen, dass der Thüringer Auto fährt, obwohl ihm der Führerschein abgenommen wurde. Nachdem er in dem gestohlenen Wagen geblitzt wurde, fuhr der Täter zunächst weiter nach Oberkaufungen und stellte das Fahrzeug in der Straße Am weißen Berg, einem Neubaugebiet am östlichen Rand des Ortes, ab. Von dort aus machte er sich mit der Axt zu Fuß auf den Weg zu dem Starenkasten.

Von der Straße Am weißen Berg bis zu der Radaranlage sind es ungefähr 300 Meter. Entlang der B7, auf der Tempo 80 erlaubt ist, stehen mehrere von den Kommunen Kaufungen und Helsa betriebene Starenkästen, die wechselweise mit Kameras bestückt werden.

Der Fall erinnert an eine Tat, die 2009 für Schlagzeilen sorgte. Damals hatten zwei Männer eine Radaranlage an der B7 bei Helsa abgefackelt. Im 80-er Bereich waren sie Tempo 133 gefahren. Für die Tat (Schaden: 50.000 Euro) erhielten sie eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten.

Von Peter Ketteritzsch

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