Marathon: Baunatal läuft mit

Ein Großereignis: Der Kassel-Marathon zieht jedes Jahr Tausende Sportler an. Auch in Baunatal gibt es einen Stützpunkt, der bei der Vorbereitung auf den Lauf hilft. Archivfoto: Malmus / nh

Baunatal. Der Eon Mitte-Marathon in Kassel lockt jedes Jahr mehr als 11.000 Ausdauersportler an die Fulda. Doch auch an der Bauna hat er ein kleines Laufwunder bewirkt: Die Marathon-Sparte des KSV Baunatal blüht und gedeiht.

In den vergangenen sechs Jahren ist sie von knapp 20 auf 77 Läufer gewachsen. „Jedes Jahr kommen im Schnitt zehn neue Sportler hinzu“, sagt Abteilungsleiter Stefan Itter. „Für uns steht der Spaß an der Sache im Mittelpunkt. Jeder kann so laufen, wie er will“, fügt er hinzu.

In den kommenden Monaten wird die Abteilung wohl weiter verstärkt: Beim Vorbereitungstreffen des Marathon-Stützpunkts Baunatal für das Kasseler Laufereignis im kommenden Mai meldeten sich 16 neue Läufer für das spezielle Vorbereitungstraining an, das der KSV ab sofort drei Mal pro Woche anbietet. Darunter sind viele erfahrene Läufer. „Ich bin bisher nur für mich gelaufen. Ich will besser werden. Mit dieser professionellen Vorbereitung sieht das Ergebnis bestimmt ganz anders aus“, sagt Petra Mittendorf aus Gudensberg. Sie sei schon Staffel und Halbmarathon beim Eon Mitte-Marathon gelaufen, berichtet die 46-Jährige.

Erstmalig dabei

Tim Kuhlmann aus Fritzlar ist ebenfalls ein erfahrener Langstreckenläufer. Beim Kassel-Marathon gehe er nächstes Jahr aber zum ersten Mal an den Start. Er wolle die Halbdistanz laufen und seine Bestzeit mindestens um zehn Minuten verbessern. Von dem Stützpunktangebot habe er erfahren, als er zufällig beim Frankfurt-Marathon Läufer des KSV Baunatal traf. „Das ist ein gutes Angebot“, sagt der 32-Jährige. Das findet auch Reno Walter aus Baunatal. Er gehört wie Mittendorf und Kuhlmann zu den Läufern, die sich bisher als Einzelkämpfer auf die Laufspektakel vorbereitet haben. Er schätzt die Chance, beim KSV auch in der Halle trainieren zu können. Bisher sei er nur draußen gelaufen.

„Auch die Abwechslung, die man in einer Gruppe hat, ist wichtig“, sagt Walter. „Trainieren mit einem professionellen Trainingsplan ist einfacher“, meint Tobias Flörke. Der 37-jährige Baunataler ist seit 2008 beim Eon Mitte-Marathon dabei und ist leid, allein seine Kilometer abzuspulen. „Bei diesem Schmuddelwetter gehört eine Riesenmotivation dazu, nach der Arbeit noch draußen zu laufen“, sagt Flörke. In der Gruppe sei das leichter. Baunatal sei einer der wichtigsten Stützpunkte des Eon Mitte-Marathons, bescheinigte Organisator Winfried Aufenanger dessen Leiter Michael Jünemann. Das gilt nicht nur für die Laufbegeisterung. Denn das Kasseler Spektakel bekommt auch ärztliche Unterstützung aus Baunatal, etwa durch die Orthopädie-Praxis Dr. Kentsch.

Bei so viel Begeisterung läge es doch auch nahe, die Marathon-Route auch mal in die VW-Stadt abzweigen zu lassen. Das sei leider wegen des langen Anstiegs am Mattenberg nicht möglich, sagt Aufenanger. Wenn schon, dann müsse man das Laufereignis ganz nach Baunatal verlegen, fügt er hinzu. Wie ernst er das meint, bleibt offen. Doch Aufenanger macht kein Hehl daraus, dass er sich über den weitgehenden Rückzug der Stadt Kassel als Sponsor sehr ärgert.

Von Peter Dilling 

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