Marodes Haus in Elgershausen: Ortsvorsteher sieht Gefahren

In schlechtem Zustand: Das Haus Korbacher Straße 27 in Elgershausen. 20 Anwohner haben sich jetzt bei der Gemeinde mit einer Unterschriftenliste beklagt. Fotos: Kühling

Schauenburg. Aus dem Mauerwerk wölben sich Steine nach außen. Aus dem Vordach des Schuppens, das sich über den Köpfen von vorbeilaufenden Fußgängern befindet, fehlen bereits Teile. Auf dem Platz darunter liegt Schrott, im Innern das Hauses türmt sich der Müll - gut sichtbar von außen durch die Fenster.

„Irgendwann ist es mal gut“, sagt Ortsvorsteher Dirk Hofmann (Offensive) zu dem Zustand des Hauses Korbacher Straße 27 in Elgershausen. So wie Hofmann denken viele im Ort. Seit Jahren leben sie mit dem Schandfleck. Etwa 20 Anwohner haben sich mit einer Unterschriftenliste beim Ortsbeirat und der Gemeinde über den Zustand des maroden Gebäudes beklagt. Seit Jahren, so schildert der Ortsvorsteher die Gedanken der Nachbarn, tue sich auf dem Gelände kaum etwas. Immer wieder habe es Beschwerden über das verwahrloste, meist unbewohnte Haus gegeben. Doch die Eigentümer kümmerten sich kaum darum.

Hofmann befürchtet mittlerweile, dass Gefahren von den Gebäuden für Passanten ausgehen. Vor allem der neben dem Wohnhaus stehende Schuppen ist an vielen Stellen kaputt. Nicht auszudenken sei, sagt er, wenn beispielsweise einem vorbeilaufenden Kind ein Teil auf den Kopf falle.

Für den heutigen Mittwoch hat Hofmann das Thema auf die Tagesordnung der Ortsbeiratssitzung (18 Uhr, Gasthaus Zur Sohle) genommen. „Ich denke, dass wir dazu auch einen Beschluss fassen werden“, vermutet er. Erreichen wolle man zumindest, dass sich das Rathaus um die Angelegenheit kümmert.

„Die Gemeinde war bereits vor Ort“, sagt Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU). Man habe keine Gefahrenquellen ausmachen können. Um beim weiteren Vorgehen ganz sicher zu gehen, habe das Rathaus zusätzlich die Bauaufsicht des Landkreises und die Polizei zur Prüfung eingeschaltet. „Es ist unschön. Mir gefällt das auch nicht“, sagt die Bürgermeisterin grundsätzlich zum optischen Eindruck des Hauses.

Das Rathaus habe zudem mit dem Eigentümer in Berlin Kontakt aufgenommen, berichtet Gimmler. Dieser sei zugänglich und habe zunächst Buschwerk aus dem Eingangsbereich zurückgeschnitten. Mit der Polizei werde es demnächst einen Ortstermin geben, kündigt Sprecher Frank Theis an.

Auch bei der Bauaufsicht des Landkreises ist der Fall inzwischen bekannt. „Es gibt aber noch keine Entscheidung“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn.

Von Sven Kühling

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