Medizinisches Symposium in der Baunataler Stadthalle – Patientin berichtete

Maske hilft beim Schlafen

Engagieren sich: Elenore Hutter (hinten, stehend) und ihre Mitstreiterinnen von der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Baunatal/Kassel Elke Baumgarten, Jutta Knauf und Roswitha Koch (von links). Fotos: Spanel

Baunatal. Von einem gesunden Schlaf konnte Elenore Hutter lange Zeit nur träumen. Bis zu 70 Mal wachte die 68-Jährige in einer Nacht auf, litt in der Folge unter Tagesmüdigkeit und heftigen Kopfschmerzen. Wie etwa 2,5 Millionen Deutsche ist die Baunatalerin von der Schlafapnoe betroffen – doch die Diagnose gestaltete sich schwierig.

„Ein HNO-Arzt schickte mich zunächst wieder nach Hause“, sagt Hutter. Erst ein Besuch der Lungenfachklinik in Immenhausen brachte den Durchbruch. „Seit etwa 20 Jahren gehe ich nun mit einer Atem-Maske zu Bett“, sagt Hutter. Deren Handhabung sei einfach, ihr Schlaf wieder erholsam. „Sogar Traumphasen kann ich intensiv erleben“, erklärt die 68-Jährige.

Um anderen Betroffenen zu helfen, engagiert sich Hutter seit dem Jahr 1996 in der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Baunatal / Kassel. Auch das 18. Baunataler Symposium der Schlafmedizin am Mittwoch begleitete sie unterstützend.

Neben dem Stand der Selbsthilfegruppe präsentierten sich insgesamt 23 Firmen und Aussteller in der Baunataler Stadthalle, um mit über 1000 Schlafapnoe-Patienten aus ganz Deutschland ins Gespräch zu kommen. „Betroffene erfahren hier aus erster Hand, welche Neuerungen es bei Geräten und Technologien gibt“, erklärt Reinhard Müller, seit 18 Jahren Organisator der Großveranstaltung.

Information und Aufklärung seien beim Thema Schlafapnoe entscheidend: „Nach der Diagnose ergeben sich viele Fragen – etwa, welche Atem-Maske die richtige ist und ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt.“ Dafür wurde eigens ein Patienten-Forum eingerichtet.

Wegen des regen Andrangs soll die Reihe der Symposien laut Müller am 15. September nächsten Jahres fortgesetzt werden. Artikel unten

Von Emily Spanel

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