Kräne haben Träger der Brücke zum Sandershäuser Berg in ihr Lager gehievt

Maßarbeit an der Nieste

46 Tonnen Beton und Stahl am Haken: Die Kranführer haben den 24 Meter langen sogenannten Stahlbetonbinder sicher am Haken. Langsam schwenken sie ihn Richtung Autobahnbrücke (links) und setzen ihn auf dem Widerlager ab. Fotos:  Dilling

Niestetal. Von der Autobahn A7 her dröhnt das dumpfe Poltern der vorbeirasenden Lkw. Sogar das Gurgeln der Nieste kann man hören. Die Maßarbeit der Kranführer in den Kanzeln der beiden riesigen Kräne der Dortmunder Firma Wiemann geht weitgehend geräuschlos vonstatten. Gestern hievten sie sechs Stahlbetonträger, Binder genannt und jeweils 46 Tonnen schwer, für die neue Brücke zum Gewerbegebiet Sandershäuser Berg über die Nieste und senkten sie millimetergenau in die Widerlager am Ufer des Flüsschens. Spezial-Lkw hatten die Träger aus Heringen (Thüringen) nach Niestetal gebracht.

Nur gut 20 Minuten brauchten die Kräne für den Transport eines Trägers. Am späten Mittag war ihre Arbeit getan. In den nächsten Wochen werden Arbeiter der Firma Gerdum und Breuer die Betonträger mit Mörtel in den Widerlagern einbetonieren, ihre Fugen schließen, einen Fahrbahnbelag aufbetonieren und Schrammborde anbringen. Bis April wollen sie fertig sein. Das sei eine Standardbrücke aus Fertigteilen, die Montage mache keine Probleme, sagte Bauleiter Robert Schwarz.

Probleme hatte nur die Nieste mit ihrem Hochwasser gemacht, das für viel Schlamm an der Baustelle sorgte. Man liege aber gut im Zeitplan, sagte Bauamtsleiter Walter Becker.

Bis zum Herbst soll die Zufahrt von der Heiligenröder Straße zum Sandershäuser Berg fertig sein und dann zwischen fünf und sechs Millionen Euro verschlungen haben. Die Brücke kostet allein 400 000 Euro. Die Straße wird sich eng an den Hang der parallel verlaufenden A7 schmiegen und die Wichtelbrunnenstraße überqueren. Dieses Bauwerk jenseits der Nieste ist schon so gut wie fertig.

Die Nieste ist wegen der Brückenbaustelle auf einem kurzen Stück verrohrt worden. Später wird sie vor der Autobahn einige Meter nach Norden verschwenkt, damit das Wasser dann direkt unter der Mitte der neuen Brücke hindurchfließen kann.

Von Peter Dilling

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