Projekt "medien@schule"

Basketball spielen mit Spaß und Fortschritt: Talentförderung in Kassel

Für das Projekt "medien@schule" haben Neuntklässler der Gesamtschule Fuldatal mit der Vergangenheit und der Gegenwart der Talentförderung im Kasseler Basketball beschäftigt.

In den vergangenen Jahren hat sich bei der Basketball Kinder-und Jugendförderung viel bewegt. Noch vor 20 Jahren war diese Art von Förderung in Kassel kein Thema.

Sicherlich gab es vor 20 Jahren auch schon einige vielversprechende Talente in Kassel, jedoch waren die Förderungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Professionelle Förderung blieb meist den Familien vorbehalten, die die Variante hatten, ihr Kind auf ein Sportinternat zu schicken oder in die Jugendbereiche alteingesessener Bundesligavereine. Dies hat sich in den letzten Jahren geändert. 

Durch verbesserte eine Ausbildung von Trainern wurde zuerst die Trainingsqualität kontinuierlich gesteigert. Jedoch reichte dies nicht aus, die Jugendlichen auf Wettkämpfe auf höherem Niveau optimal vorzubereiten. Denn nur unter Wettkampfbedingungen kann man das im Training Erarbeitete erfolgreich umsetzen. 

Ein erster Schritt hierfür war die Gründung einer Grundschulliga. In regelmäßigen Abständen finden hier Turniere der interessierten Schulen und Altersklassen aus Kassel und dem Landkreis statt. Ein weiterer Schritt war die Installation schulübergreifender Talentfördergruppen (TFG). 

Im Rahmen dieser Fördergruppen werden Kinder in den verschiedenen Altersklassen gefördert. Die inhaltliche Konzeption orientiert sich hierbei am Rahmentrainingsplan des Hessischen Basketballverbandes (HBV) und den Richtlinien für Grundlagen- und Aufbautraining des Deutschen Basketballbundes (DBB). 

Tim Scherff wurde 2002 in Kassel geboren und spielt seit seinem fünften Lebensjahr Bas-ketball bei der ACT Kassel. Gestartet hat er bei den „Minis“, gefolgt von den verschiedenen U-Jugendmannschaften bis heute. Er hat an der Grundschulliga teilgenommen und die Ta-lentfördergruppe erfolgreich durchlaufen. Zurzeit spielt er in der U-16/2- Mannschaft, die von seinem Vater trainiert wird. Tims Vorbilder sind Michael Jordan und Dirk Nowitzki.

Gesteuert wird das TFG-Training über die Kasseler Partnerschule des Leistungssports, das Goethe Gymnasium. Lehrer-Trainer und E-Kader Trainer Jan Beck, welcher auch am Goethe Gymnasium als Lehrkraft tätig ist, meinte hierzu: „Die Kinder sollen auf der Grundlage von umfangreichen motorischen Basiskonzepten ein altersgemäßes Übungs- und Spielangebot erhalten. Neben der Weiterentwicklung der Koordinationsfähigkeit steht vor allem die Entwicklung von Reaktions- und Handlungsschnelligkeit sowie das Erlernen und Festigen wichtiger basketballspezifischer Technikelemente wie werfen, dribbeln, passen und fintieren im Vordergrund.“ Die erlernten Grundlagen werden in den folgenden Jahren intensiviert und in diversen Spielformen von 1 gegen 1 bis zu 3 gegen 3 zur Anwendung gebracht. „Die Verweildauer für die Basketball-Talente ist vom Zeitpunkt des Einstiegs abhängig und beträgt im Regelfall zwei Jahre“, ergänzte Beck. 

Wer durch gute Leistungen in den Talentfördergruppen auf sich aufmerksam macht, hat eventuell die Möglichkeit, den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu tun, indem er in den E-Kader des Hessischen Basketballverbands berufen werden kann. Dieser Kader versteht sich als Einstieg in den Leistungssport der jeweiligen Altersklassen. Um auf nationaler und später internationaler Ebene konkurrenzfähig zu sein, ist eine Förderung der Jugend unumgänglich. Mit diesem Förderungskonzept wurde ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Basketballs am Standort Kassel getan.

Von Tim Scherff, Phillip Mund und  Jonas Schaumburg

Anmerkung: 268 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und eine Snapchat-Story für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts entstanden sind.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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