Projekt "medien@schule"

MT-Spieler Allendorf im Schüler-Interview: „Ich fühle mich in Kassel sehr wohl“

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Auf dem Foto von links: Sophia Schäfer, Chantal Schulz, Lena Steinbach, Michael Allendorf, Lea Hamel und Katharina Steinfatt.

Für das Projekt "medien@schule" haben Zehntklässler der Söhre Schule Lohfelden ein Interview mit dem MT-Handballer Michael Allendorf geführt.

Wie lange spielen Sie jetzt schon Handball?

Michael Allendorf: Ich hatte zum ersten Mal mit fünf Jahren einen Handball in der Hand. Mein Vater und mein Onkel spielten bereits Handball also fing ich früh an, jedoch spielte ich früher auch Fußball und Handball im Verein.

Wo haben Sie angefangen Handball zu spielen?

Ich habe das erste Mal mit meinen Kindheitsfreunden in Heppenheim beim VFL Heppenheim gespielt. Dort hat alles angefangen.

Würden Sie wollen, dass Ihre Kinder, wenn Sie welche bekommen, Handball spielen?

Wenn ich Kinder bekomme, müssen die keineswegs Handball spielen, sie sollen das machen, was ihnen Spaß macht. Natürlich würde es mich freuen, wenn sie meinen Beruf als Hobby verfolgen - doch wenn sie etwas anderes machen wollen, wäre das völlig in Ordnung, denn auch ich habe früher viele verschiedene Sachen ausprobiert.

Wie viel Zeit investieren Sie fürs Handball spielen?

Also es ist schon sehr zeitintensiv, denn es ist schließlich mein Job, dem ich fast den ganzen Tag nachgehe.

Hatten Sie mal den Gedanken aufzuhören Handball zu spielen?

Eigentlich noch nicht, denn ich hatte das große Glück, mein Hobby zum Beruf machen zu können und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Ich bin immer noch motiviert und ich freue mich auf Spiele und das gemeinsame Training mit meinen Mitspielern.

Haben Sie noch einen anderen Job?

Handball spielen bei der MT Melsungen ist ein Vollzeitjob und ein Nebenjob wäre gar nicht möglich. Doch ich mache nebenbei noch ein Fernstudium in Sportmanagement.

Werden Sie oft auf der Straße erkannt weil Sie Handball spielen?

In Kassel kommt es schon mal öfter vor, dass ich erkannt oder angesprochen werde, doch das freut mich und stört mich keineswegs, abgesehen davon ist es in der Regel nur in Kassel woanders eher nicht.

Kommen Sie gut mit Ihren Mitspielern klar?

Auf jeden Fall. Alle sind besonders nett, jedoch besonders gut verstehe ich mich zum Beispiel mit den Müller Zwillingen, mit Patrick Fahlgren, mit dem ich auf jedem Auswärtsspiel auf einem Hotelzimmer bin und auch mit Johannes Golla verstehe ich mich sehr gut.

War es Ihr Kindheitstraum Handball zum Beruf zu machen?

Ich habe schon früher davon geträumt Profi Handballer zu werden, spätestens seit dem ich mit 13 Jahren in der Auswahlmannschaft gespielt habe, war mir richtig klar, dass ich damit mein Geld verdienen möchte.

Wollen Sie bei der MT Melsungen bleiben?

Also mein Vertrag geht noch bis 2019, dann bin ich ja auch „schon“ 33 Jahre alt. Mittlerweile spiele ich auch schon sieben Jahre für Melsungen und wenn der Vertrag ausläuft, bereits neun Jahre. Mir gefällt es bei der MT sehr gut, jedoch weiß man nie, was passiert.

Wie sind Sie zum Profihandball gekommen?

Meinen ersten Profihandball spielte ich bei der HSG Wetzlar. Da war ich 19. Einige Zeit später bekam ich dann mehrere Angebote von Vereinen und 2010 hat die MT Melsungen angefragt, wo ich auch zusagte.

Wie finden Sie es, wenn jüngere Handballer sagen, dass sie so werden wollen wie Sie?

Natürlich ist man stolz, wenn man sowas hört und natürlich nimmt man wahr, dass es viele gibt, die einen als Vorbild oder Idol sehen. Dadurch macht mir mein Job auch noch mehr Spaß.

Wie stehen Sie dazu, dass Johannes Sellin geht?

Natürlich ist es sehr schade, weil die MT einen guten Außen gehen lässt jedoch weiß ich, dass es bei Vereinswechseln oft um Angebote und Geld geht. Ebenfalls bekommt die MT auch einen neuen guten Außenspieler mit Tobias Reichmann.

Dauert es lange ein verlorenes Spiel zu verarbeiten?

Wenn es ein normales verlorenes Saisonspiel ist, geht das verarbeiten relativ schnell, schließlich geht es ein paar Tage später schon weiter. Wichtigere Spiele, wie das EHF-Pokal Viertelfinale dauern länger zu verarbeiten. Ich kann dann immer ganz schlecht einschlafen. Es kommt dann schon mal vor, dass ich vor vier Uhr nicht einschlafen kann.

Ist es schwer für Sie, nach einem verlorenem Spiel mit Fans Fotos zu machen?

Ich finde, dass gehört zu meinem Job dazu auch wenn es manchmal schwerfällt. Doch schließlich freuen sich die Fans und vor allem die kleinen Fans sich mit uns zu unterhalten, Fotos zu machen oder Autogramme zu sammeln. Sie könnten enttäuscht sein, wenn man nach dem Spiel einfach in die Kabine geht, deshalb finde ich, dass man sich da nochmal zusammenreißen kann.

Wie finden Sie es, dass immer jüngere Spieler aus der Jugend in die Mannschaft kommen, wie z.B. Johannes Golla?

Ich finde es sehr gut, denn es kommt gut bei den Fans an und man muss weniger Geld für Spieler von anderen Vereinen ausgeben und es gibt der Mannschaft einen „frischen Kick“.

Was denken Sie, machen Sie nach Ihrer Handballkarriere?

Dadurch, dass ich noch mein Studium habe, möchte ich definitiv weiter im Bereich Handball bleiben, doch auf keinen Fall Trainer werden. Doch es gibt viele andere Sachen die man im Verein machen kann oder allgemein in der Handballbranche. Ich will aber sehr gerne in Kassel bleiben, denn ich fühle mich hier sehr wohl.

Was wollen Sie insgesamt noch erreichen?

Ich möchte auf jeden Fall einen Titel gewinnen und eventuell die deutsche Meisterschaft gewinnen. Was Privates angeht, möchte ich irgendwann eine Familie gründen.

Von Sophia Schäfer, Chantal Schulz, Lena Steinbach, Lea Hamel und Katharina Steinfatt

Anmerkung: 268 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und eine Snapchat-Story für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts entstanden sind.

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