Projekt "medien@schule"

TV-Anwalt Christopher Posch im Schüler-Interview

Christopher Posch

Für das Projekt "medien@schule" haben Achtklässler der Söhre Schule Lohfelden ein Interview mit dem Anwalt und TV-Realitystar Christopher Posch geführt.

Im Interview beantwortet er Fragen über sein Leben und seine Arbeit.

Wer oder Was hat Sie inspiriert Anwalt zu werden, oder war das schon immer ein Kindheitstraum für Sie? 

Ich wollte schon recht früh Rechtsanwalt werden. Es war für mich immer klar, selbstständig sein zu wollen. Mich haben mehrere Menschen beeinflusst, unter anderem mein Vater, der selbst Rechtsanwalt war. Aber auch Freunde/ Kollegen die Rechtsanwälte sind. 

Auf welche Schule sind Sie gegangen? 

Zuerst bin ich in Melsungen auf die Geschwister-Scholl-Gesamtschule gegangen, danach aufs Oberstufengymnasium. 

Warum haben Sie sich im Bereich Strafverteidigung spezialisiert? 

Es ist ein sehr lebendiger Bereich, dort kann man in der Verhandlung etwas erreichen, denn die Staatsanwaltschaft kennt nur eine Seite der „Medaille“, das ist für mich am abwechslungsreichsten. 

Haben Sie ein Vorbild? 

Nicht wirklich, es gibt unglaubliche viele Menschen, die man als Vorbild betrachten kann, nicht nur im Guten, auch im Negativem, wo man sagt bloß nicht so. 

Was macht Ihnen an Ihrem Beruf am meisten Spaß?

Die Herausforderung. Und natürlich wenn man nach einer langen Gerichtsverhandlung mit einem Freispruch das Gericht verlassen kann. 

Wie sieht der Tagesablauf eines Rechtsanwalts aus? 

Ich stehe recht früh auf, bringe meine Tochter in die Schule und dann gehe ich ins Büro, ich bin entweder in der Kanzlei oder im Gericht, auch in anderen Städten.

Herr Posch, seit 2006 sind Sie in verschiedenen TV-Sendungen zu sehen, wie zum Beispiel in „Das Jugendgericht“, wie kam es dazu? 

Das war ein Zufall. Durch meinen damaligen Repetitor, er wurde selbst gefragt, wurde aber abgelehnt, deshalb riet er mir zu einem Casting zu gehen. Ich befolgte seinen Rat und wurde dann auch direkt genommen. 

Waren in Ihren Sendungen alles echte Fälle?

Für das „Jugendgericht“ gab es vorgefertigte Drehbücher, aber in meiner eigenen Sendung (Christopher Posch – Ich kämpfe für Ihr Recht) waren es alles reale Fälle, echte Verhandlungen und echte Menschen. 

Wie haben Sie sich bei ihrem ersten TV-Auftritt gefühlt? 

Naja, es waren ja keine Live-Auftritte, deswegen habe ich mich relativ schnell dran gewöhnt. 

Sie sind ja sehr oft unterwegs, leidet Ihre Familie/Hobbys manchmal darunter? 

Naja, das will ich mal nicht hoffen, meine Freizeit leidet manchmal darunter, aber natürlich versucht man nicht alles anzunehmen, um sich seine Freizeit zu schaffen 

Wie sehen ihre Zukunftspläne aus? Sind weitere TV-Auftritte geplant oder konzentrieren sie sich ganz auf die Arbeit in Ihrer Kanzlei? 

Ich bekomme regelmäßig Angebote für unterschiedliche Fernsehformate, die ich aber meistens ablehne, weil sie mir nicht zusagen oder ich es zeitlich nicht schaffe. Aber ich hab auch ein paar feste Sachen, die ich mache, wie zum Beispiel mit Mario Bart. Ich werde auch etwas eigenes produzieren, aber der Schwerpunkt liegt im Moment auf der Arbeit in der Kanzlei. 

Für Aufsehen sorgte außerdem im Jahr 2012 der Kauf des Kassler Untersuchungsgefängnis „Elwe“, was sind Ihre zukünftigen Pläne mit der Immobilie?

Den Teil in dem wir hier sitzen haben wir schon umgebaut, zu meiner Kanzlei. Den anderen Teil bauen wir zu Wohnungen um. Bei der letzten documenta konnte man dort in den originalen Gefängniszellen übernachten. 

Die documenta14 startet ja am 10.Juni. Haben sie selbst Interesse an solcher Kunst? 

Auf jeden Fall, das schöne ist, dass man viel rumkommt, da es über die ganze Stadt verteilt ist. Im Innenhof der „Elwe“ wird auch ein Kunstwerk sein. Mein Lieblingsexponat ist der Baum in der Aue, es ist eine tolle Handwerksarbeit und man muss sehr oft hinsehen um zu sehen, dass dies kein echter Baum ist.

Von Angelina Lemmel und Hanna Berlinger

Anmerkung:

268 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und eine Snapchat-Story für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts entstanden sind.

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