Größer, heller, moderner: Herkules-Markt in Obervellmar hat fünf Millionen Euro investiert

Mehr Auswahl ist jetzt Trumpf

Nachschub: Verkäuferin Sultan Dönmez packt Tiefkühl-Pizzen in die neuen Truhen im Einkaufsmarkt Herkules. Die Geräte wurden erneuert, um Energie zu sparen. Fotos: Dilling

Vellmar. Kurz nach 10 Uhr ist an diesem Wochentag im Herkules-Einkaufscenter noch nicht so viel los. Die Kunden, die den breiten Gang unter dem Glasdach entlangflanieren, sind überschaubar. Auch Dorothea Penning, Filialleiterin von „It’z Jeans Fritz“, hat noch nicht so viel zu tun. Dennoch strahlt sie.

Erst im November hat der Jeans-Filialist im Vellmarer Einkaufscenter eröffnet. Doch das Geschäft habe von Anfang an gebrummt, sagt Penning. Das Weihnachtsgeschäft sei super gelaufen. Penning hat die Zahl ihrer Mitarbeiter schon von drei auf sechs Kräfte aufgestockt.

Penning, Herrin über ein riesiges Sortiment von Jeans, Jacken und Accessoires auf 325 Quadratmetern Verkaufsfläche, ist die jüngste Mieterin an der breiten Ladenstraße des Centers. Und „It’z Jeans Fritz“ steht für den Wandel, der sich in den vergangenen drei Jahren dort vollzogen hat: Die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte ist auf 40 geschrumpft. Dafür sind die viel größer und ansprechender gestaltet als früher. Mit Umbauten und Neuinvestitionen hat das Einkaufscenter auf Veränderungen des Marktes und des Käuferverhaltens reagiert.

„Tendenziell will der Kunde eine größere Auswahl in einem höherwertigen Sortiment.“

Centerleiter Udo Kröninger

Ramschtische mit billiger Standardware sind weitgehend passee. „Tendenziell will der Kunde eine größere Auswahl in einem höherwertigen Sortiment“, sagt Centerleiter Udo Kröninger. Und die Filialunternehmen, die das Gros der Mieter im Center stellen, forderten größere Verkaufsflächen und eine bessere Ausstattung, um spezielle Käufergruppen besser ins Visier nehmen zu können. Fünf Millionen Euro hat das Center nach Angaben Kröningers investiert, um auf die neuen Trends zu reagieren.

Nicht nur die Verkaufsräume entlang der Flaniermeile sind vergrößert worden. Das Center ist jetzt heller und moderner. Neue Lampen und ein neuer Fußbodenbelag sorgen für ein ansprechenderes Ambiente. Selbst die Laternen auf dem Parkplatz hat Kröninger austauschen lassen, damit seine Kunden auch abends ihre Einkäufe sicher im Auto verstauen können.

Kühltruhen ausgetauscht

Eine Million Euro habe allein der Austausch der Kühltruhen im Einkaufsmarkt gekostet, berichtet der Centerleiter. Die neuen Geräte seien zuverlässiger und 30 Prozent sparsamer im Energieverbrauch. Die Frische- und Obstabteilung im Supermarktbereich ist vergrößert worden. Da reagiert Kröninger auf das bewusstere Ernährungsverhalten seiner Kundschaft.

Das Modernisierungskonzept sei aufgegangen, sagt der Centerleiter. Die 40 Verkaufslokale seien voll vermietet. Man halte die Marktposition des Herkules-Centers als Nahversorger seit Jahren stabil, obwohl ihm inzwischen eine Reihe neuer Discounter und Supermärkte in der Nähe Konkurrenz machten, ergänzt er.

Von der bevorstehenden Eröffnung der Straßenbahnlinie nach Vellmar erwartet Kröninger wenig Impulse. Dafür sei die Haltetestelle zu weit vom Markt entfernt, da sei es für die Kundschaft mit dem Bus bequemer. Dagegen habe man die Eröffnung des Regio-Tramhaltepunkts vor zwei Jahren positiv gespürt, sagt der Centerleiter.

Von Peter Dilling

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