Stadt blitzte 2013 insgesamt 6615 Verkehrsteilnehmer

Mehr Autofahrer zu schnell unterwegs - Zusätzliche Anzeigegeräte kommen

Baunatal. Mehr Autofahrer sind im Jahr 2013 in Baunatal gegenüber dem Vorjahr mit zu hoher Geschwindigkeit gemessen worden. Nach Angaben von Stadtsprecher Thomas Briefs stieg die Zahl der Überschreitungen, die anschließend auch geahndet wurden, von 5826 im Jahr 2012 auf 6615 im vergangenen Jahr.

Laut Briefs flossen dadurch im Jahr 2013 116 800 Euro in die Stadtkasse. Das seien 14 800 Euro mehr als im Jahr zuvor. 2013 haben die Mitarbeiter des Rathauses insgesamt an 24 Tagen an 15 Punkten gemessen, berichtet Briefs.

Dabei habe der Schwerpunkt auf der Überwachung der Tempo-30er-Bereiche – etwa an Schulwegen und anderen wichtigen Gefahrenpunkten – gelegen.

Parkverstöße

Auch die Zahl der Parkverstöße sei gestiegen. Dabei registrierte die Stadt 2012 insgesamt 5121 Falschparker, 2013 waren es dann 5531. „Beim ruhenden Verkehr waren insbesondere beim Parken im absoluten und eingeschränkten Halteverbot und beim Parken ohne Parkscheibe sowie beim Überschreiten der Parkzeit Steigerungen zu verzeichnen“, erläutert der Stadtsprecher. Dabei seien die Verstöße nicht zwangsläufig sofort geahndet worden, sondern die Autofahrer seien erst mit schriftlichen und mündlichen Hinweisen auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht worden.

Bei der Kontrolle der Tempolimits setzt die Stadt Baunatal laut Briefs weiterhin auf ein Stufenverfahren. Erst setzt sie in den Straßenabschnitten sogenannte Geschwindigkeitsanzeigegeräte ein. Darauf wird den Autofahrern über einen gewissen Zeitraum angezeigt, ob sie zu schnell unterwegs sind. Erst im Anschluss an diese Phase wird die Geschwindigkeit mit Blitzern kontrolliert. Somit werde den Verkehrsteilnehmern zunächst die Möglichkeit gegeben, ihre Geschwindigkeit anzupassen.

Zwei neue Geräte im Einsatz

Die Stadt Baunatal hat inzwischen zwei weitere dieser Anzeigegeräte angeschafft. Diese sollen insbesondere an den Ortseingängen der insgesamt sieben Baunataler Stadtteile eingesetzt werden. Als erste Einsatzorte nennt der Stadtsprecher die Niedensteiner Straße in Großenritte und die Marburger Straße in Höhe der Einmündung Neckarweg bei Hertingshausen. „Danach ist der Einsatz in Rengershausen und Kirchbauna vorgesehen.“ Insgesamt gibt es in der VW-Stadt jetzt vier dieser Messeinrichtungen.

Briefs: „Die zwei zusätzlichen Geschwindigkeitsanzeigegeräte sollen die bewährte Strategie, mit einem Mix aus Hinweisen und Kontrollen für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen, fortsetzen.“

Von Sven Kühling

Rubriklistenbild: © pih

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