Besonders im Leiselfeld und Großenritte

Anzahl der Einbrüche in Baunatal gestiegen

Besuch in der Dämmerung: Täter suchen sich oft Terrassentüren für den Einstieg aus. Die Polizei rät deshalb dazu, diese besonders zu sichern. Archivfoto: dpa

Baunatal. Die Zahl der Wohnungseinbrüche in der Stadt hat zugenommen, besonders im Bereich Leiselfeld und Großenritte. Hier stieg die Zahl der von der Kriminalpolizei an die Staatsanwaltschaft weitergegebenen Straftaten von Dezember bis Mitte Februar im Vergleich zum Vorjahr von 6 auf 18 Fälle.

Nach Angaben der Polizei werde die Mehrzahl der Wohnungseinbrüche - entgegen der landläufigen Vorstellung von nächtlichen Taten - während der Dämmerung verübt: „Häufig wird die Abwesenheit der Bewohner ausgenutzt“, sagte Pressesprecherin Sabine Knöll vom Polizeipräsidium Nordhessen.

Ein Teil der Einbrüche konzentriert sich wieder einmal auf das Leiselfeld in Altenbauna: Der Anstieg sei jetzt noch nicht signifikant, von einer Serie könne man nicht sprechen, sagte Knöll.

Polizei rät zur Vorsicht

Die Polizei rät Hauseigentümern und Wohnungsinhabern zu verstärkter Vorsicht. Manchmal seien einfache Dinge schon hilfreich, wie Licht im Haus, eine gute Nachbarschaft ohne überfüllte Briefkästen oder Rollläden, die morgens hochgehen und abends wieder heruntergelassen werden.

Den besten Schutz bieten gesicherte Haus- und Wohnungstüren oder Balkon/Terrassentüren mit absperrbaren Zusatzsicherungen: Je mehr „Arbeitszeit“ für einen Täter verstreiche, desto größer werde sein Entdeckungsrisiko, sagte Sabine Knöll.

„Wir haben genau diese Erfahrung gewonnen, dass Täter ihren Einbruchsversuch häufig abbrechen, wenn sie nicht gleich reinkommen. So blieben mehr als zwei Drittel der Taten im Versuch stecken, sagte die Pressesprecherin der HNA.

Pressesprecherin vom Polizeipräsidium Nordhessen: Sabine Knöll

In der polizeilichen Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Nordhessen, sind für den Bereich der Stadt Baunatal für das Jahr 2012 insgesamt 52 Diebstähle unter erschwerten Umständen in und aus Wohnungen erfasst (2011: 67). Hiervon wurden 11,5 Prozent der Fälle aufgeklärt (2011: 4,5 Prozent).

Die offizielle Polizeistatistik für das Jahr 2013 wurde noch nicht veröffentlicht.

Individuelle und professionelle Beratung zum Thema Sicherheit und Prävention im Haus gibt es im Polizeiladen, Wolfsschlucht 5, 34117 Kassel, Tel.: 05 61-1 71 71, E-Mail: praevention.ppnh@polizei.hessen.de oder www.polizei.hessen.de

Von Hans-Peter Wohlgehagen

 

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