Ernst-Abbe-Schule: Wand-Elemente sollen Probleme mit der Raumakustik lösen

Mehr Lärm nach Sanierung

Die Ernst-Abbe-Schule in Kaufungen: In den Klassenräumen des Altbaus ist es jetzt lauter als vor der Sanierung. Fotos: Wohlgehagen, dpa / Montage: Trolp

Kaufungen. Der Altbau und der Schulhof der Ernst-Abbe-Schule in Kaufungen sind erst vor zwei Jahren grundlegend saniert worden. Aber trotzdem sind bei der jüngsten Schulinspektion Mängel in den erneuerten Klassenräumen und im Außenbereich der Grundschule festgestellt worden. Das räumte Landrat Uwe Schmidt (SPD) jetzt auf eine Anfrage des Kreistagsabgeordneten Lasse Becker (FDP/Vellmar) ein.

Der wesentliche Kritikpunkt betrifft den Unterrichtsablauf unmittelbar: Der Lärmpegel in den um Teile des bisherigen Flurs erweiterten Klassenräumen ist zu hoch. Bei den kleineren Mängeln geht es um eine Wasserlache am Küchenausgang und um Absenkungen im Verbundsteinpflaster des Pausengangs vor dem jüngeren Schulgebäude. Es sei zu erwarten gewesen, dass sich durch die Einbeziehung der Flurflächen die Raumakustik verschlechtern würde, heißt es in der Antwort an den Abgeordneten Becker.

Durch die Montage von Akustikwand-Elementen sei das Problem behoben worden. Die Arbeiten seien schon ausgeführt. Bei Bedarf könne man zusätzliche Wandelemente anbringen, obwohl aktuell keine Klagen mehr vorlägen.

Leiterin: Weiter nachbessern

„Im Vergleich mit den Klassen im Neubau stört der Lärmpegel nach wie vor den Unterricht in den betroffenen Räumen“, entgegnet Schulleiterin Gabriela Worlickar. Die Pädagogin hält deshalb weitere Akustikelemente oder andere Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für wünschenswert.

Das gelte auch für die Lücken oder Unebenheiten in der Pflasterung des Pausengangs, wo sich Schüler verletzen könnten, sagte die Schulleiterin in dem Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Ursachen für das Entwässerungsproblem am Küchenausgang müssen laut Kreisverwaltung jetzt vom ausführenden Bauunternehmen im Rahmen der Gewährleistung behoben werden.

An dieser Stelle soll außerdem eine Randeinfassung nachgebessert werden, weil durch Regenfälle auf der abschüssigen Fläche Kies angespült wird. Die Mängel im Pflasterbelag sollen im Zuge der normalen Bauunterhaltung beseitigt werden. 670 000 Euro hat das Sanierungsprojekt Ernst-Abbe-Schule verschlungen, 370 000 Euro wurden für die Innensanierung fällig. Das Geld stammte aus dem Konjunkturpaket des Bundes und dem Kreisetat. (ppw)

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