Scheune und ehemaliges Raiffeisengebäude neben Fuldataler Rathaus sollen für Stellflächen weichen

Mehr Parkplätze nach Abriss

Fuldatal. Die Parksituation rund um das Fuldataler Rathaus in Ihringshausen ist problematisch. Es fehlen Stellplätze für Fahrzeuge. Erst recht, nachdem Senioreneinrichtung und Fuldataler Forum mit Bürgersaal in unmittelbarer Nachbarschaft errichtet wurden.

Eigentlich sollte mit dem Bau des Forums auch das Rathausumfeld einschließlich Parkplätzen neu gestaltet werden. Die ursprünglich eingeplanten Mittel in Höhe von 280 000 Euro wurden wegen der schlechten Finanzlage der Gemeinde aber bereits im Februar 2010 gestrichen.

So soll laut Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) jetzt schrittweise vorgegangen, sollen Parkplätze zwischen Rathaus und Seniorenwohnanlage zunächst provisorisch hergestellt werden. Zunächst aber müssen eine alte Scheune und das massiv gebaute ehemalige Raiffeisengebäude abgerissen werden.

Dies soll in zwei Schritten erfolgen, wie Nina Porada vom Bauamt der Gemeinde sagt. Zunächst werde die „stark abgängige“ Scheune, ein Holzbau mit Stahlträgern, weichen. Dessen Dach ist marode, die Stahlträger rosten, denn in einem Teil lagerte bisher das Streusalz.

Den Abriss soll eine Fachfirma übernehmen, denn das Dach besteht laut Porada offensichtlich aus Asbest-Wellfaserzementplatten. Außerdem seien Balken, Dachlatten und Wandbretter mit Holzschutzmitteln behandelt und somit ebenfalls belastet. „So schnell wie möglich“ werde man die Arbeiten vergeben, die nach ersten Schätzungen 18 000 Euro kosten. Nach dem Abriss werde die Fläche geschottert, auf den 380 Quadratmetern ist dann Platz für 13 Pkw-Stellplätze.

Im zweiten Schritt wird das aus den 60er-Jahren stammende ehemalige Raiffeisengebäude abgerissen. Dem Awo-Ortsverein Fuldatal, der Räume angemietet hat, wurde zum Ende des Jahres gekündigt. Bevor die Bagger anrücken können, muss laut Porada allerdings erst ein Silo für Streusalz auf dem Gelände des Bauhofs errichtet werden.

Denn in die Halle des massiv gemauerten Baus mit seinem Dach aus Stahl-Holz-Konstruktion wurden die noch vorhandenen 60 Tonnen Streugut aus der Scheune gebracht und werden auch die zusätzlich für den Winterdienst georderten 100 Tonnen Streusalz gelagert.

Der Abriss dieses Bauwerks wird nach Schätzungen aus dem Rathaus „mindestens 80 000 Euro kosten“. Ist das Gebäude beseitigt, stehen weitere 360 Quadratmeter als Parkfläche zur Verfügung.

Auch ohne die Notwendigkeit zusätzlicher Stellplätze für Pkw muss der ehemalige Raiffeisenbau abgerissen werden. Zu einem Rückbau hatte sich die Gemeinde aus brandschutztechnischen Gründen in Verbindung mit der Baugenehmigung der direkt angrenzenden Senioreneinrichtung verpflichtet.

Von Michael Schräer

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