Anbau der Herderschule auf der Zielgeraden – Angang Mai ziehen die Schüler ein

Mehr Platz zum Lernen

Neues Schulgefühl: Lotta Bloch freut sich auf das Lernen im Neubau.

Kreis Kassel. Während hier noch Fliesen und Teppichböden verlegt, Türen und Fenster abgedichtet und die Fassade geputzt werden, brüten dort die Schüler über ihren Abituraufgaben. Doch ein Ende der Baustelle an der Herderschule ist in Sicht: Anfang Mai werden die über 650 Schüler das neue „Haus des selbstständigen Lernens“ in Besitz nehmen. Einige der neuen Toiletten wurden von Abiturkandidaten bereits genutzt.

Damit geht eine zweijährige Bauphase zu Ende, die der Schule zwei neue Kunsträume, eine Mensa, eine neue Bibliothek und einen großen Raum für kleine Lerngruppen mit Internetanschluss beschert.

Alle Räume sind in einem Längsriegel untergebracht, der die vorhandenen Pavillons miteinander und mit dem Hauptgebäude über einen großzügigen, lichtdurchfluteten Steg, den sogenannten Catwalk, verbindet. Das Architekturbüro BSH aus Kassel hat dabei die aus den 1960er-Jahren stammenden Baustrukturen des Schulkomplexes aufgenommen und in das Lernhaus integriert. Der Haupteingang wurde von der Maulbeerplantage zur Jahnstraße verlagert.

Die alten Pavillons wurden dabei aufgestockt und mit einem rampenartigen Gang mit dem neuen Gebäude verbunden. Einen Aufzug gibt es auch. So kommen jetzt auch Schüler, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, überall in der Schule zurecht. Gebaut wurde während des laufenden Unterrichts, Klassen mussten umziehen. Schulsprecherin Lotta Bloch ist froh, dass bald Ruhe einkehrt. „Der Baulärm war schon eine Belastung“, sagt sie.

Ein harter Winter und Bauprobleme in der Anfangsphase wirbelten den Zeitplan durcheinander. „Die Gründung des Gebäudes ist wegen des weichen Untergrunds sehr schwierig gewesen“, sagt Bauleiter Klaus Langlotz von BSH-Architekten. Knapp fünf Millionen Euro wurden in das Oberstufengymnasium, das von Schülern aus dem Landkreis und der Stadt Kassel besucht wird, investiert. Drei Millionen flossen aus dem Konjunkturprogramm, rund zwei Millionen Euro hat der Kreis nach Angaben von Fachbereichsleiter Ralf Franke aus eigener Kasse gezahlt. Damit wurden unter anderem die naturwissenschaftlichen Räume modernisiert. Der Neubau hat höchsten energietechnischen Standard.

Sporthalle zu klein

Mit der Einweihung des Lernhauses sind jedoch noch nicht alle Wünsche von Schulleiter Martin Sauer erfüllt. Die Sporthalle nahe der Schule verfügt nur über ein Feld. Sie sei eigentlich zu klein. Die Lösung wäre ein gemeinsames Projekt der Stadt Kassel und des Landkreises für eine größere Halle. Denn auch die nahegelegene städtische Schule Unterneustadt klagt über Platzmangel beim Sportunterricht. (pdi)

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