Polizei stellte Kriminalstatistik 2013 für Ahnatal, Espenau, Fuldatal und Vellmar vor – Ein versuchter Mord

Mehr Straftaten wurden geklärt

Diebstahl: Ein vermummter Einbrecher mit Taschenlampe schaut durch ein Fenster in eine Wohnung. Im nördlichen Altkreis bewegen sich die Einbrüche mit Ausnahme von Vellmar - der einwohnerstärksten Stadt - auf ganz niedrigem Niveau. Foto: dpa

Ahnatal / Espenau / Fuldatal / Vellmar. Im nördlichen Altkreis mit den Kommunen Ahnatal, Espenau, Fuldatal und Vellmar lebt es sich für die rund 43 000 Einwohner sicher. „Die Gesamtschau auf die Zahlen ist nicht besorgniserregend“, bilanzierte Erster Polizeihauptkommissar Karl Ludwig Lamp bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das Jahr 2013.

Der Leiter des Polizeireviers Nord in Vellmar, das für die vier oben genannten Kommunen, aber unter anderem auch für die komplette Kasseler Nordstadt zuständig ist, konnte für den gesamten Landkreis Kassel einen Anstieg der Aufklärungsquote von 2,2 Prozent im Vergleich zu 2012 vermelden. Im nördlichen Altkreis sieht es noch besser aus: In Ahnatal liegt die Quote bei 10,6 Prozent, in Espenau bei 7,6, in Fuldatal bei 4,0, in Vellmar bei 3,6.

Die Gesamtzahl der Straftaten sank im Landkreis leicht von 7671 auf 7588. Im nördlichen Altkreis schwankte sie nur geringfügig (Grafiken).

Nur wenig Autos gestohlen

Was das Sicherheitsgefühl der Bürger fördern dürfte: Gerade Diebstähle aus Wohnungen und von Autos bewegten sich in der Regel im unteren Bereich. In Espenau mit seinen rund 6000 Einwohnern wurde 2013 gerade mal zwei Pkw geknackt, in Vellmar mit rund 19 000 Einwohnern waren es acht Wagen. Dafür kletterte in der Ahnestadt die Zahl der Einbrüche und Diebstähle in Wohnungen und Häuser

von 25 auf 32. Zum Vergleich: In Ahnatal waren es nur drei, in Espenau acht und in Fuldatal 14. Mit Ausnahme von Vellmar blieben dort die Zahlen zu 2012 mehr oder weniger konstant. „Es gab keine saisonalen Schwankungen“, erläuterte Lamp. Im gesamten Landkreis liegt die Zahl der Diebstähle aus Wohnungen bei 285 (2012: 337).

Auch bei härteren Vergehen sieht es bei dem Quartett aus dem nördlichen Altkreis gut aus. Nur in Vellmar schlug ein versuchter Mord zu Buche. „Bei den Raubstraftaten stehen wir sehr gut da“, konnte Polizeihauptkommissar Dieter Rost berichten.

Auch harte Drogen spielen nur eine untergeordnete Rolle. Meist handele es sich um Eigenkonsum mit weichen Drogen wie Marihuana, erläuterte Lamp. Wie die Gewichtung aussieht, verdeutlicht ein Blick auf die Einsätze der Beamten des Polizeireviers Nord: 90 Prozent der Fahrten gehen in Richtung der Einsatzgebiete in Kassel. KOMMENTAR

Von Stefan Wewetzer

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