Gumbel Fahrzeugtechnik macht Autos durch Chip-Tuning leistungsfähiger

Mehr PS unter der Haube

In der Fahrzeughalle: Holger Gumbel mit einem Porsche 911 auf dem Allrad-Prüfstand für Leistungsmessungen. Foto: Husung

Baunatal. Alles begann mit einem VW Passat TDI. Sein Besitzer, der mit Holger Gumbel an der Fachhochschule in Hamburg Fahrzeugtechnik studierte, wollte mehr Leistung für sein Auto. Da er wusste, dass sich der Studienfreund aus Nordhessen in seiner Diplomarbeit mit einer ähnlichen Thematik befasste, bat er ihn um Hilfe. Und es funktionierte: Letztendlich erweiterte der Baunataler die Motorenleistung des Passat per Chip-Tuning um 30 PS.

Damit war die Idee geboren, sich auf diesem Gebiet selbstständig zu machen. So gründete Dipl.-Ing. Holger Gumbel, der auch Kfz-Mechaniker ist, 1995 in seinem Elternhaus in Altenbauna die Firma Gumbel Fahrzeugtechnik. Was er kann, brachte er sich alles selbst bei.

„Am Anfang lief es eher schleppend. Chip-Tuning war damals noch nicht sonderlich populär. Es gab in Deutschland vielleicht zehn Firmen, die das machten“, sagt der 44-Jährige, der parallel zum Aufbau seiner Firma ein Maschinenbaustudium an der Universität Kassel absolvierte.

„Dann habe ich in der Zeitschrift Auto Motor und Sport inseriert. Danach häuften sich die Anfragen, vermehrt sogar aus dem Ausland.“ Nachdem sich das Unternehmen etabliert hatte, folgte 2002 der Umzug ins Gewerbegebiet Buchenloh. Dort baute der Firmeninhaber eine Fahrzeughalle mit Büro und Wohnung.

Heute kommen die meisten Kunden vorwiegend aus der Region, denn „Chip-Tuning gibt es jetzt an jeder Ecke“, sagt Holger Gumbel. Viele Firmen kaufen fertige Tuningsätze und bauen sie in die Fahrzeuge ein. Ich programmiere alles selbst.“ Konzentriert hat sich der Nordhesse auf die deutsche Hersteller VW, Audi, BMW und Mercedes.

Besonders stolz ist Holger Gumbel auf seinen Allrad-Prüfstand für Leistungsmessungen mit einer maximalen Bremsleistung von 707 PS für Allradfahrzeuge. Front- und heckangetriebene Fahrzeuge können dort bis zu einer Leistung von 354 PS gemessen werden.

Erweitert hat der 44-Jährige sein Angebot im vergangenen Jahr um die sogenannte Lkw-ECO Optimierung. Diese trägt dazu bei, dass Lastkraftwagen sparsamer unterwegs sind. „Drehmoment und Leistung werden erhöht. Der Fahrer kann früher hoch- und später herunterschalten. Dadurch wird der Verbrauch gesenkt“, erklärt Gumbel das Prinzip.

Der Studienkollege, dessen Passat Holger Gumbel damals tunte, verdient sein Geld auch mit Chip-Tuning. Allerdings in Münster. Die Freundschaft ist geblieben. „Außerdem arbeiten wir oft zusammen. Das macht Spaß und so verliert man sich nicht aus den Augen.“

Info: Gumbel Fahrzeugtechnik, Eisenstraße 11, 34225 Baunatal, Tel. 0561 / 49 67 62 www.gumbel.de

Von Esther Husung

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