CDU und Grüne kippten Ausbau der Harleshäuser Straße – Lampen sollen kommen

Mehrheit lehnt Bürgersteig ab

Kein Bürgersteig: Das letzte Stück der Harleshäuser Straße Richtung Bahnhaltepunkt Casselbreite ist eng, sodass sich Autofahrer und Fußgänger in die Quere kommen können. Dennoch soll es nach neuestem Beschluss neben einer Beleuchtung keine weitere bauliche Veränderung geben. Archivfoto: Kisling

Ahnatal. Es war längst beschlossene Sache, die Harleshäuser Straße in Heckershausen auszubauen. Konkret sollte auf dem letzten Stück vor dem neuen Bahnhaltepunkt Casselbreite ein Bürgersteig zur Sicherheit der Fußgänger errichtet werden. Während der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstagabend kippte eine Mehrheit aus CDU und Grünen dieses Vorhaben.

Bei der angespannten Haushaltslage der Kommune könne man diese Investition in Höhe von veranschlagten 50 000 Euro nicht mehr vertreten, meinte Rüdiger Reedwisch (CDU). Es gehe lediglich um ein Straßenstück von 50 bis 60 Metern. Diesen Bereich könnten Fußgänger über die Straße Zur Hute mit einem „kleinen Schlenker“ von zusätzlich 50 Metern sicher umgehen.

Würde ein ein Meter breiter Bürgersteig an der Friedhofseite errichtet, gebe es Probleme mit der vorhandenen Hecke und zwei alten Ahorn-Bäumen, die durch den Bau gefährdet würden, meinte Reedwisch. Der sprach sich allerdings dafür aus, Lampen in diesem Straßenabschnitt aufzustellen, um den Bereich auszuleuchten.

Ähnlich argumentierten die Grünen. Es gebe viele Straßen in Ahnatal mit ähnlichen Zuständen, bei denen auch nichts unternommen werde, meinte Axel Lecke. Außerdem nutzten „sehr wenige Menschen“ das Straßenstück, um zum Haltepunkt zu kommen. „Ein Bürgersteig ist unnötig und rausgeschmissenes Geld“, betonte der Grüne.

Die SPD beharrte auf einem Ausbau. Die Straße sei in diesem Bereich nur drei Meter breit, komme ein Auto, bliebe nur wenig Platz für die Fußgänger, sagte Iris Schmidt für ihre Fraktion. Daher reiche auch keine Markierung zur Abgrenzung, es brauche ein erhöhtes Bord. Nur Lampen zu installieren, reiche nicht. „Die Gefahr ist zu groß, dass etwas passiert“, betonte Schmidt.

Zumal jetzt erst der Park-und-Ride-Platz am Haltepunkt fertiggestellt sei, der für mehr Autoverkehr sorge, ergänzte Thomas Dittrich-Mohrmann (SPD). Auf einen sicheren Umweg zu verweisen, hielt er für unzureichend, „der wird von den Kindern nicht genutzt“. (mic)

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