Bürgermeister-Nachfolger gesucht

Parteiloser Strzoda: „Meine Partei, das ist Espenau“

+
Mit Hausbesuchen will er sich als Bürgermeister-Kandidat bekannt machen: Carsten Strzoda wirft als Erster seinen Hut in den Ring. Sein Sohn Fabian (3) und Ehefrau Kerstin drücken ihm die Daumen für den Wahlkampf.

Espenau. Für den bevorstehenden Wahlkampf um die Nachfolge des scheidenden Espenauer Bürgermeisters Michael Wielert (SPD) wirft der parteilose Betriebswirt Carsten Strzoda als Erster seinen Hut in den Ring.

Sicher scheint, dass er nicht ohne Mitbewerber um das Amt des Verwaltungschefs bleiben wird: Die SPD wird nach Auskunft Wielerts voraussichtlich am 17. April ihren Kandidaten küren. Der 39-jährige Strzoda ist wie Wielert ein Finanzexperte. Als Sachgebietsleiter bei der Stadtverwaltung Kassel betreute er unter anderem die Kasse und die Rechnungsstelle des Ordnungsamtes. Heute ist er Haupt- und Personalamtsleiter der Stadt Grebenstein. In Espenau ist der gebürtige Kasseler kein Unbekannter: Er leitet den SV Espenau als Vorsitzender. Seine Unerfahrenheit im politischen Geschäft sieht Strzoda eher als Vorteil.

Er schaue nicht darauf, von welcher Partei ein Vorschlag komme, sondern nur, ob die Idee die Gemeinde voranbringe und den Bürgern nütze. Auf diese Weise könne die Verwaltung an Qualität gewinnen. „Meine Partei, das ist Espenau. Deren Mitglieder sind die Bürger Espenaus“, sagt der Familienvater, der seit 20 Jahren in der Gemeinde wohnt. Er wolle den Bürgern „wieder das Gefühl geben, dass sie mitgenommen werden“, ergänzt der 39-Jährige. Für mehr Bürgernähe will der Kandidat im Falle seiner Wahl eine regelmäßige Bürgersprechstunde in den Ortsteilen einrichten. Auch das Internet soll ihm helfen, das Ohr dicht am Bürger zu haben.

Mit einer eigenen Internetseite (www.buergermeister-espenau.de), auf der man sich als Unterstützer verewigen kann, nutzt er bereits als Kandidat die digitalen Kommunikationsmöglichkeiten. Auch auf der sozialen Plattform Facebook will er Flagge zeigen.

Ihm sei klar, dass angesichts der bescheidenen Finanzmittel kein großer Spielraum bestehe. Dennoch reize es ihn, das Gemeindeleben zu gestalten und vor allem einen neuen Stil des Umgangs zwischen Verwaltung und Bürgern einzuführen.

„Es geht darum, die Infrastruktur zu erhalten und zu stärken und im Übrigen zu schauen, was machbar ist“, sagt Strzoda. Sparen sei gut, „aber es darf uns nicht die Luft zum Atmen nehmen“. Seinen Sportverein will er auch als Bürgermeister ins Spiel bringen. Der SV könne helfen, die Jugendarbeit mit Projekten zu unterstützen. Sport und Jugendarbeit könnten verzahnt werden. Der Fitness-Fan, Hobby-Koch und Trainer der Damenhandballmannschaft der SG Espenau-Immenhausen will sich nach Ostern mit Hausbesuchen vorstellen.

Strzoda sieht dem Wahlkampf optimistisch entgegen. Er habe von Freunden und Bekannten viel Zuspruch erhalten. Mit dem Gedanken, Bürgermeister zu werden, habe er sich schon längere Zeit getragen.

Von Peter Dilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.