Ahnataler Firma Miho entwickelt Neuheiten für die Getränkeindustrie

Technik ist hier Trumpf: Miho-Mitarbeiter Thomas Mathusek (rechts) erklärt hessischen Brauern und Mälzern, die bei der Firma ihre Jahrestagung hielten, die Inspektionsanlage für leere Flaschen. Klaus-Peter Reinl, Braumeister der Hütt-Brauerei (mit Krawatte) schaut Mathusek interessiert über die Schulter. Fotos: Dilling

Ahnatal. Im Getränkemarkt ist das Angebot schier unüberschaubar. Der Kunde kann unter den verschiedensten Kisten- und Flaschenformen, Limonaden in Glas- oder Kunststoffverpackung wählen.

Die Abfüllung neuer und die Kontrolle gebrauchter Flaschen in den Brauereien, Keltereien und bei den Limonadenherstellern ist daher ein kompliziertes, vollautomatisiertes Massengeschäft. Nur eine Handvoll Firmen auf der Welt beherrschten diese Technik und seien erfolgreich am Markt, sagt Alexander Benic, Vetriebsleiter der Firma Miho in Heckershausen.

Mit ständigen Neuentwicklungen spielt die 1977 als Ein-Mann-Unternehmen gegründete Firma, die in China und Nigeria eigene Niederlassungen hat, vorn mit. Zu Umsatzzahlen will Benic allerdings nichts sagen. Mit zwei technischen Neuerungen sei man am Markt aber sehr erfolgreich: Für die Kontrolle gefüllter Getränkekästen hat Miho ein Laser-System erfunden, das wirtschaftlicher arbeite als die bisher eingesetzte Sensor-Technik. „Diese Entwicklung ist bahnbrechend“, sagt der Vertriebsleiter. Die Anlage lasse sich problemlos auf die verschiedensten Flaschen- und Kastentypen umstellen.

Daneben hat Miho eine Rundum-Sicht-Technik zur Kontrolle von frisch etikettierten Flaschen entwickelt, die zugleich fehlerhafte Behälter gleich aussortiert. Zuletzt habe man eine Anlage an die Eschweger Klosterbrauerei verkauft. Auch die Baunataler Hütt-Brauerei sei Kunde des Unternehmens, berichtet Benic.

Schließlich will die Firma, die momentan am Stammsitz 75 Mitarbeiter (darunter vier Auszubildende im Mechanik- und Elektrotechnikbereich) hat, mit einen neuen, schonenden Ausleitsystem am Markt punkten: Es sorgt für einen möglichst schonenden Transport der Getränke auf der Produktionsstraße. Diese Anlage verursache weniger Verschleiß als Konkurrenzprodukte, erklärt Benic.

Die computergesteuerte Inspektion gebrauchter und vor der Neubefüllung gewaschener Flaschen habe die Firma perfektioniert, sagt der Vertriebsleiter. Vier Kameras untersuchen die Flaschen in einem Tempo, dem das Auge nicht folgen könnte, auf Beschädigungen: Risse, Schmutz oder Bruchstellen.

Das neue Miho-Inspektionssystem, das 72 000 Getränkeflaschen pro Stunde überprüfen könne, habe Miho schon bei verschiedenen europäischen Brauereien und Softdrink-Abfüllern eingebaut, berichtet der Ahnataler Verkaufsleiter. (pdi)

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