Katholische Kirchengemeinde St. Heinrich bereitet Transport nach Lettland vor

Menschen brauchen Hilfe

Mit vereinten Kräften: Helfer der katholischen Pfarrgemeinde St. Heinrich aus Kaufungen beladen einen Lkw für einen Hilfstransport nach Lettland. Das Bild entstand im Februar 2011 am Pfarrgemeindehaus in der Niester Straße. Foto: nh

Kaufungen. „Die Menschen in Lettland brauchen unsere Hilfe“, sagen Ilse Schilling und Dagmar Zimbardo von der katholischen Pfarrgemeinde St. Heinrich. Seit vielen Jahren organisieren die Kaufungerinnen mit Pfarrer Ewald Biedenbach und weiteren Helfern der Gemeinde Hilfsgüterlieferungen für Lettland.

Die Sachspenden gehen an Waisenhäuser, Kliniken, Schulen, Altenheime und Bedürftige in dem zur Europäischen Union gehörenden Land. Der nächste Transport mit Rollstühlen, Kleidung und Medikamenten soll im September auf den Weg ins Baltikum gehen.

Um die Speditionskosten decken zu können, bittet die katholische Pfarrgemeinde St. Heinrich um Geldspenden unter dem Stichwort „Lettland-Transport“ (Konto 2 04 00 09 61 bei der Kasseler Sparkasse, Bankleitzahl 520 503 53). Der Termin für die Sammlung der Sachspenden wird von der Pfarrgemeinde noch bekannt gegeben.

Die Stimmung im Lande sei nicht gut, berichten die Mitglieder der elfköpfigen Reisegruppe der Kaufunger Pfarrgemeinde, die jetzt Einrichtungen und Kirchengemeinden in Riga und anderen Städten Lettlands besucht haben. Nach der Hoffnung auf Freiheit und Demokratie sei auch wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage Ernüchterung eingetreten, sagen die Reiseteilnehmer. „Es geht uns auch um Begegnungen mit den Menschen“, sagte Pfarrer Biedenbach, der von einer „überwältigenden Gastfreundschaft“ in Lettland berichtete. Die Pfarrgemeinde St. Heinrich halte seit 1992 Kontakt nach Lettland und habe auch schon lettische Schulchöre und Studentinnen in Kaufungen aufgenommen.

Für Gefängnis in Riga

Die Dankbarkeit in Lettland ist groß: „Von den medizinischen Hilfsmitteln können wir einen großen Teil an das Frauengefängnis in Riga geben, das ist eine große Hilfe“, schrieb Ordensschwester Hannah Rita Laue nach dem Februar-Transport an die Pfarrgemeinde. Die Kleidung und Spielsachen habe man an die Kleiderkammer des Konventes weitergeleitet.

Und Mitorganisator Kurt Wolff aus Kaufungen freute sich, dass die sehr weit von ihrer Schule in der lettischen Kultur-Metropole Rezekne entfernt wohnenden Gymnasiasten jetzt in Betten schlafen, die die Pfarrgemeinde St. Heinrich aus Beständen der Bundeswehr zur Verfügung gestellt hat. (ppw)

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