Nominierung

Meßmer erneut Kandidat der SPD für Bundestagswahl 2013

Klarer Sieg für MdB Ullrich Meßmer: Dr. Christoph Weltecke (von links), SPD-Unterbezirksvorsitzender in Waldeck, Veronika und Ullrich Meßmer sowie Uwe Schmidt, Unterbezirkschef Kassel-Land. Foto: Elke Müller/nh

Baunatal/Schauenburg. Ullrich Meßmer ist erneut SPD-Kandidat im Bundestagswahlkreis Waldeck. Der IG-Metall-Gewerkschafter aus Calden, schon bisher Abgeordneter, erhielt bei der Wahlkreisdelegiertenkonferenz der Unterbezirke Kassel-Land und Waldeck-Frankenberg 116 der 120 abgegebenen Stimmen.

Vor der Abstimmung machte Meßmer die Ziele der SPD deutlich. Für ihn als Gewerkschafter stehe der Mensch an oberster Stelle. Gerade sei er aus Hofgeismar gekommen, wo er eine Spende an den THW übergeben habe. Diese sei der Erlös eines Praktikums, das er zum zweiten Mal im VW-Werk Baunatal absolviert habe. Aus Gesprächen mit VW-Mitarbeitern nehme Meßmer wertvolle Anhaltspunkte für seine politischen Ziele mit.

Soziale Gerechtigkeit

„2013 brauchen wir einen Kurs in Richtung soziale Gerechtigkeit, und dies mit einem neuen Kapitän“, sagte der Bundestagsabgeordnete vor den Delegierten. Dabei spielten Themen wie Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Erhaltung von Bundeswehrstandorten für die SPD eine ebenso tragende Rolle wie eine gerechte Entlohnung von Arbeitnehmern und die Einführung von Mindestlöhnen.

Die SPD sei gegen den Missbrauch von Leiharbeit, die längst zur Billigarbeit mutiert sei. „Das muss ein Ende haben. Wir fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit, ein Übernahmeangebot für Arbeitnehmer und qualifizierte Mitwirkung der Betriebsräte. Solche Regelungen werden nur wir als Sozialdemokraten durchsetzen können.“ Wer Altersarmut verhindern wolle, müsse angemessene Löhne zahlen.

Die Einführung der Vermögens- und der Finanztransaktionssteuer gehören ebenfalls zu den Forderungen der SPD. „Es kann nicht sein, dass wir für jeden Lockenwickler 19 Prozent Mehrwertsteuer bezahlen müssen, aber für all die Finanztransaktionen, die uns in die Krise geführt haben, nicht einen Cent.“

Meßmer will ein demokratisches, zukunftssicheres Europa. „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die schwarz-gelbe Politik gescheitert ist. Wir brauchen eine Demokratie, in deren Mittelpunkt der Mensch steht.“ Oberstes Ziel sei es, bei der Bundestagswahl im September 2013 mit den Grünen eine Regierungsmehrheit zu erreichen. (zek/nh)

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