Delegierte zur Atomkraft

IG Metall für schnellen Ausstieg

Fuldabrück. Die IG Metall Nordhessen hat die schnellstmögliche Abschaltung aller Atomkraftwerke verlangt. In einer Resolution, die nordhessische Delegierte einstimmig bei einer Sitzung in Fuldabrück beschlossen haben, heißt es: „Wir können uns das Risiko einer nuklearen Katastrophe nicht länger leisten.“

Der Umstieg auf erneuerbare Energien sei eine große Chance für den nordhessischen Arbeitsmarkt. „15 000 Arbeitsplätze könnten bis zum Jahr 2020 bei uns in Nordhessen entstehen“, sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Ullrich Meßmer.

Übernahme aller Azubis

Die Delegierten aus ganz Nordhessen trafen sich in Fuldabrück zur Vorbereitung des Gewerkschaftstags im Oktober in Karlsruhe. Sie beschlossen ebenfalls einstimmig, die IG Metall solle sich bundesweit und branchenübergreifend für eine tariflich geregelte, unbefristete Übernahme aller Auszubildenden einsetzen. Außerdem soll die IG Metall an ihrer Ablehnung der Rente mit 67 festhalten und einen Diskussionsprozess über das Konzept einer Wirtschaftsdemokratie anstoßen.

Grundlagen für Erneuerbare

Der nordhessische DGB-Vorsitzende Michael Rudolph forderte in seinem Grußwort die Kommunen auf, die Grundlagen für eine umweltfreundliche Energiegewinnung zu schaffen. „Die Entscheidung über das Aus der Atomkraft wird in Berlin getroffen, aber den Ausbau der dezentralen und erneuerbaren Energien können nur die Kommunen leisten“, sagte Rudolph.

Bei dem Gewerkschaftstag im Oktober in Karlsruhe werden 500 Delegierte aus ganz Deutschland diskutieren, welche Ziele die IG Metall in den nächsten Jahren angehen soll. Mit dabei sind neun Delegierte aus Nordhessen. (hog)

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