Waldgebiet Warpel

196 Meter hoch: Das erste Windrad steht

Söhrewald/Kassel. Die erste von fünf Windkraftanlagen der 3-Megawatt-Klasse in der Söhre steht. Das 196 Meter hohe Windrad auf dem Warpel ist fast dreimal so groß wie der Herkules und weithin sichtbar. Vier weitere Anlagen sollen bis Ende nächster Woche fertig sein, sagte der Bauleiter der dänischen Herstellerfirma Vestas, Jens Koalik.

Standort der Winräder

Die Städtischen Werke investieren 32 Millionen Euro in den kombinierten Windpark Söhrewald/Niestetal mit fünf Windrädern in der Söhre und zwei weiteren auf dem Sandershäuser Berg. Sie sollen Strom für 17 000 Haushalte erzeugen, er wird am Kraftwerk Dennhäuser Straße ins Netz eingespeist.

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Am Montag soll erstes Windrad stehen

Am Dienstagabend gegen 20 Uhr war es so weit: Das erste 196 Meter hohe Windrad im Windpark Söhrewald/Niestetal war installiert. Im Schein starker Scheinwerfer hatten die Arbeiter den letzten der drei 56 Meter langen Rotoren in schwindelnder Höhe an der Nabe festgeschraubt. Die Witterungsbedingungen seien für die Bauarbeiten sehr gut, sagte Jens Koalik, Bauleiter der Herstellerfirma Vestas. „Wir hatten nur 1,2 Meter Wind pro Sekunde, das ist ideal.“

Etwa 30 Arbeiter sind auf der Großbaustelle im Wald beschäftigt. 15 bis 20 Mitarbeiter sind nötig, um den Stahlturm auf dem Betonfundament zu errichten und die Rotoren an der Nabe 140 Meter Höhe zu verschrauben. Ein Spezialkran zieht die großen Lasten – 64 Tonnen wiegt das Maschinenhaus mit Generator und Getriebe, 35 Tonnen allein die Nabe – in die Höhe.

Aktualisiert um 16.56 Uhr

In den nächsten Tagen werden sich die Rotoren der ersten Anlage bereits sachte im Wind drehen. Strom erzeugen können sie aber erst, wenn die Leitung zum Umspannwerk am Kraftwerk Dennhäuser Straße fertig ist. Der gesamte Windpark Söhrewald/Niestetal soll zum Jahreswechsel betriebsbereit sein.

Insgesamt werden sieben Windräder der 3-Megawatt-Klasse an zwei Standorten aufgestellt: fünf in der Söhre, zwei am Sandershäuser Berg. Trotz einer kurzfristigen Verzögerung liegt der Bau nach Auskunft der Städtischen Werke im Zeitplan. Die beiden Schwerlastkräne werden nun sukzessive zu den übrigen vier Rotorenstandorten auf dem Warpel umgesetzt, sagte Jens Rotzsche von den Werken. In der kommenden Woche soll dann ein Kran nach Niestetal umgesetzt werden, um dort mit dem Aufbau der beiden Windräder zu beginnen. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, hängt vom Wetter ab. Schnee und starker Wind könnten einen Strich durch die Rechnung machen, sagte Rotzsche. (hog/pdi)

Weitere Informationen und ein Video folgen.

Fotos: Das erste Windrad auf dem Warpel steht

Windpark Söhre: Erste Anlage auf dem Warpel steht

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