Schüler der Langenbergschule erkundeten die Langenberge

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Sie erkundeten die Vogelwelt bei Großenritte: Giuhan (von links), Patricia, Sky (von rechts), Kaan und die übrigen Schüler der Klasse 3 e der Langenbergschule. Ludwig Fingerling (hinten links) und Lehrerin Sabine Hainer-Rohrbach testeten ihre Kentnisse.

Baunatal/Schauenburg. „Es gibt Kinder, die haben noch nie eine Distel gesehen“, sagt Ludwig Fingerling Vogelschutzbeauftragter des Naturschutzbundes (Nabu). Zumindest in der Stadt wüssten viele Kinder immer weniger über die Natur.

Holz um die Wette stapeln: Jonathan(links) und Enrico (rechts) aus der Klasse 3d machte das trotz Anstrengung riesigen Spaß.

Der 73-Jährige arbeitet seit 17 Jahren daran, dass sich die Kenntnisse der Kinder verbessern.. Bei den Waldjugendspielen von Hessen-Forst ist er regelmäßig dabei und erklärt Schülern die Vogelwelt. Das war auch am Mittwochvormittag so, als mehr als 100 Schüler aus fünf Klassen der Großenritter Langenbergschule an zehn Stationen denWald oberhalb des Trinewegs erkundeten. Fingerling machte wie immer die Schüler auf die Vielfalt der gefiederten Waldbewohner auf merksam. Er erklärte Ihnen, wie sie Rotmilan, Rotkehlchen, Rauchschwalbe oder Ringeltaube erkennen können. Wichtig sei, dass Eltern und Schule die Kinder bei der Erkundung der Natur unterstützen, sagt Fingerling.

Der Rentner ist ein bisschen wehmütig: „Das ist mein letztes Jahr mit Waldjugendspielen.“, erklärt er. Mit seinen 73 Jahren will der ehrenamtliche Naturschützer, der in Elgershausen wohnt, in der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturzschutz aktiv ist und auch Dia-Vorträge hält, kürzer treten. „Ich suche einen Nachfolger“, sagt er. Ihm liege vor allem die Betreuung der Nistkästen an der Bauna und in den Langenbergen am Herzen. Wenn die ohne Pflege verrotteten, werde vor allem der Tauerschnäpper leiden. Dieser Vogel sei besonders auf NIsthilfen angewiesen, weil alte Bäume mit natürlichen Höhlen immer weniger würden.

Außer der Vogelwelt galt es für die Langenberg-Schüler auch, das Treiben in Ameisen-Haufen zu erkunden und weitere Waldtiere und deren Rückzugsorte kennenzulernen.

.Beim Stapeln von Baumstämmen nach vorgegebener Zeit bekamen die Schüler auch ein Gefühl dafür, wie hart die Arbeit im Wald sein kann. Den meisten Kindern machte dieser sportliche Wettkampf dennoch viel Spaß, genauso wie das Zielwerfen mit Tannenzapfen.

Von Peter Dilling

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