Investition in Infrastruktur

40 Millionen Euro für Baunataler Hallen und Häuser

Baunatal. 40 Millionen Euro will die Stadt Baunatal in den nächsten Jahren in die Infrastruktur investieren. In diesem Jahr an der Reihe sind unter anderem die Sporthalle Hertingshausen, Teile des Parkstadions sowie das ehemalige Kirchenzentrum am Baunsberg, das die Stadt übernimmt.

In den weiteren Jahren folgen laut Erster Stadträtin Silke Engler (SPD) das Sportbad des Aqua-Parks, die Max-Riegel-Halle und irgendwann auch in großem Umfang das Rathaus und die Stadthalle. Allein für diese beiden Brocken kalkuliert die Verwaltung mit Kosten von jeweils zehn Millionen Euro.

„Alle Gebäude stammen aus den 70er- und 80er-Jahren. Nach 30, 40 Jahren ist eine Sanierung unumgänglich“, betont Engler. Grundvoraussetzung für die Ausgaben sei, dass die Gewerbesteuer - insbesondere vom Hauptsteuerzahler VW - weiter fließe. Für 2014 rechnet die Stadt insgesamt mit Gewerbesteuereinnahmen von 63 Millionen Euro.

Dennoch ist im Rathaus weiterhin Zurückhaltung bei künftigen Sanierungsprojekten angesagt, weil es bei den Zuweisungen des Autobauers von Jahr zu Jahr erhebliche Schwankungen gibt. „Es ist auch künftig kein Platz für irgendwelche Träume“, sagt Engler.

Und das sind Projekte aus der Liste bis 2017:

Sportpark Hertingshausen

  • Sporthalle Hertingshausen: Baubeginn soll in diesem Sommer sein. Kosten: 3,8 Millionen Euro. Zusätzlich soll laut Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) der Trainingsplatz mit einer Kunstrasendecke versehen werden. Auch steht ein Verbesserung der Parkplatzsituation am Hertingshäuser Sportpark auf der Agenda. 

Parkstadion

Parkstadion: Baubeginn soll Ende des Jahres sein. Kosten: 2,6 Millionen Euro. Im Bereich der Haupttribüne sollen die Sanitäranlagen modernisiert werden. Auch die Sprecherkabine und die technischen Anlagen werden auf Vordermann gebracht. Die Bauphase läuft bis 2015.

• Kirchenzentrum Baunsberg: Gebäude wird aktuell von der Stadt gekauft. Nach Sanierung (Kosten: 600 000 Euro) soll die Awo-Familienbildungsstätte dort einziehen. Die Kirchengemeinde zieht um in das neue Posthofgebäude am Marktplatz. • Feuerwehrstützpunkt in Altenbauna: Baustart ist noch ungewiss. Kosten: 3 Millionen Euro. 

Aqua-Park

• Sportbad im Aqua-Park: Während der Herbstferien 2015. Verbesserung des Brandschutzes, Modernisierung der technischen Anlagen und des Rohrsystems. Kosten: 500 000 Euro. Hauptsanierung folgt ab 2017. Auch ein kompletter Neubau der Anlage ist laut Erster Stadträtin Silke Engler möglich. „Wir prüfen mehrere Varianten. Es wird ein Diskussionsprozess geben, insbesondere mit den Vereinen.“ 

• Parkhaus Stadtmitte (ehemals ZOB): Erste Reparaturarbeiten in diesem Jahr. Kosten: 300 000 Euro. Hauptsanierung folgt 2017. Kosten: 2 Millionen Euro. 

• Kulturhalle Großenritte: Baustart soll 2016 sein. Diskutiert wird über Sanierungsvarianten und einen kompletten Neubau. Für letzteres kalkuliert die Stadt mit Kosten von rund 10,5 Millionen Euro.

Von Sven Kühling

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