Neue Straßen bald fertig

Erler-Anlage in Rothwesten: Erschließung für 5,9 Millionen Euro bald abgeschlossen

Vorarbeiten: Armin Zahirovic setzt eine Hydrantenkappe, bevor die Straße asphaltiert wird.

Fuldatal. Die Erschließung der Fritz-Erler-Anlage in Rothwesten geht in die letzte Phase. Und auch mit der Vermarktung von Gebäuden im sogenannten Technikbereich „sieht es gut aus", sagt Georg Schedler von der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima).

So wurde die Werkhalle im hinteren Bereich des ehemaligen Kasernengeländes an „einen Investor aus der Region verkauft“, der laut Schedler dort eine Stätte für Veranstaltungen geplant habe.

Und eine weitere Halle an der Sonnenallee sei veräußert worden. Dort will laut Schedler ein Handel für Kfz-Teile einziehen. Insgesamt wurden damit 14 Kaufverträge abgeschlossen.

Für die weitere Vermarktung von Gebäuden und Freiflächen sei es wichtig, „dass die Infrastruktur hergestellt ist“. Dies wird bald der Fall sein. Der dritte Bauabschnitt der Erschließung läuft. „Im Oktober sollten die Arbeiten abgeschlossen sein“, meint Schedler.

Lexikonwissen:

Die Fritz-Erler-Kaserne im Regiowiki

Insgesamt werden in neue Leitungen zur Ver- und Entsorgung, in Straßenbau samt Bürgersteigen und Beleuchtung 5,9 Millionen Euro investiert. 50 Prozent der Summe fördert das Land Hessen. Die verbleibenden knapp drei Millionen Euro sollen durch Verkäufe gedeckt werden, sagt Schedler.

Mit dem Endausbau der vier Erschließungsstraßen soll der Verkauf der Liegenschaft in die nächste Phase gehen. So will die Bima 2015 die Unterkunftsgebäude zwischen den Hallen an der Sonnenallee am Markt anbieten. Wie auch die neun Schleppdach-Hallen im Süden der Anlage, die alle über eine nicht öffentliche Straße erreicht werden. Daher sei ein Gesamtverkauf angestrebt, sagt Schedler.

Georg Schedler

Der will auch den Unterkunftsbereich im Osten mit 20 Gebäuden komplett anbieten, um den Markt zu testen. Klappt dieser Verkauf nicht, könnten auch Teilbereiche verkauft werden.

An Freiflächen stehen bis zu 80 000 Quadratmeter zur Verfügung. Die Grundstücke können für die Interessenten bedarfsgerecht geteilt werden. So seien Grundstücke mit einer Größe von 1000 bis 10 000 Quadratmetern möglich.

Mit dem Endausbau der Erschließungsstraßen fließt der Verkehr Richtung Knickhagen über die Straße „Am Fliegerhorst“. Die alte Verbindung wird laut Schedler noch in diesem Jahr gesperrt.

Hintergrund

Gewerbepark mit 42 Hektar 

Im Frühjahr 2008 endete die militärische Nutzung der Fritz-Erler-Kaserne. Das Gelände hat eine Gesamtfläche von158 Hektar (ha). Im Rahmen der Konversion wurde auf einer Freifläche von knapp 66 ha, wovon 17 ha dem Naturschutz vorbehalten sind, eine Fotovoltaikanlage zur Stromerzeugung errichtet.

Der Gewerbepark, der jetzt erschlossen wird, umfasst den sogenannten Technikbereich mit Hallen und Gebäuden auf einer Fläche von 42 ha, wovon 21,4 ha bebaubare Fläche sind.

Von Michael Schräer 

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