Kosten für Sanierung des Saalgebäudes schlagen zu Buche – mehr Einnahmen aus Gewerbesteuer

1,3 Millionen fehlen Helsa im Haushalt

Helsa. Die Gemeinde Helsa rechnet in diesem Jahr mit einem Haushaltsdefizit von fast 1,3 Millionen Euro. Bisher lag das Minus bei 915 045 Euro, also um rund 360 000 Euro unter diesem Defizit.

Diese ernüchternden Zahlen ergeben sich aus der 2. Nachtragshaushaltssatzung, die jetzt von der Gemeindevertretung mit den Stimmen der SPD und CDU beschlossen wurde. Sie umfasst im Ergebnishaushalt Aufwendungen von 8 243 722 und Erträge von 6 966 407 Euro. Nur unwesentlich sind die Veränderungen im Finanzhaushalt: Der Gesamtbetrag der Investitionen steigt von 2,99 Millionen auf jetzt 3,1 Millionen Euro.

Erstmals tauchen im Gemeindehaushalt jedoch die Kosten für den Kauf und die grundlegende Sanierung des Saalgebäudes neben dem Gasthaus „König von Preußen“ auf. Das Projekt ist mit 300 000 Euro veranschlagt. Die Hälfte des Betrages muss die Gemeinde voraussichtlich selbst aufbringen. Die GLH will das nicht mitmachen und verweigerte dem Nachtragshaushaltaus diesem Grund ihre Zustimmung.

Mit verantwortlich für den Anstieg des Fehlbetrages ist eine Mindereinnahme von 330 000 Euro bei den Schlüsselzuweisungen aus Wiesbaden. Außerdem muss Helsa, wie andere Gemeinden, erstmals 60 000 Euro als Kompensationsumlage bereitstellen. „Das alles und auch die hohen Buchverluste können wir natürlich nicht kompensieren“, sagte Bürgermeister Tilo Küthe in einem Gespräch mit der HNA.

Auch der Ansatz bei den Einnahmen aus Bußgeldern und Verwarnungen musste um 50 000 Euro gekürzt werden. Erfreulich sei die Entwicklung der Gewerbesteuer, so der Verwaltungschef, deren Aufkommen in diesem Jahr von 600 000 auf 700 000 Euro angestiegen sei.

Trotz des teuren Saalprojektes muss sich die Gemeinde Helsa zunächst nicht weiter verschulden: Hierfür wird mit einem Zuschuss von 150 000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für den ländlichen Raum gerechnet. Außerdem wird die Verlegung der Hauptkanäle in den Straßen „Steinbacher Weg“ und „Unter dem Graben“ bis 2012 verschoben. Das entlastet den Haushalt für 2011 um 330 000 Euro. (ppw)

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